Tagebuch

Donnerstag

Ich gebe es zu – als ich Donnerstag, 25. Juni, am Schwimmbad Bondenwald vorbeifuhr, dachte ich kurzzeitig an eine Demonstration, wenigstens eine Protestveranstaltung oder eine Horde Eltern, die dort stehen, um die Kinder nach dem Schwimmunterricht abzuholen.

Ich lag daneben. Es handelte sich um eine Schlange von Menschen, die ins Freibad wollte. Okay, erster Ferientag, und es war warm, 31 Grad. Aber so viele? Auf einmal?

Einen Anruf bei der Pressestelle von Bäderland Hamburg später war ich schlauer: Es gibt zwei Zeitfenster für die man sich aktuell online vorab ein Ticket reservieren kann. Und: Die Zweite beginnt für maximal 600 Menschen um 15 Uhr. Und die stehen dann gleichzeitig an. Auch wenn auf der Webseite noch steht, das Bondenwald sei noch geschlossen, dürfen seit 15. Juni neben Ferienkindern auch alle anderen Menschen wieder rein.

Und das wollen viele, wenn die Sonne sich mal wieder blicken lässt. Doch damit, dass sich Menschen bis fast zum Bäcker nebenan anstellen, um ihre Körper ins kühle Nass zu tauchen, hatte ich nicht gerechnet. In England – so las ich heute – erwägen sie die Strände wieder zu schließen. Wegen Überflutung. Nicht vom Wasser, sondern von Menschen! cc

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