Vier für Hamburg

Vier für Hamburg

25.02.2015

Die Wahl ist vorbei, jetzt beginnt die Aufarbeitung: Im Wahlkreis 7 Lokstedt, Niendorf, Schnelsen ziehen  außer der erfahrenen SPD-Abgeordneten Dr. Monika Schaal drei neue Gesichter in die Bürgerschaft ein.


Grund zum Strahlen hat die Bürgerschaftsabgeordnete Dr. Monika Schaal. Die 69-Jährige zieht einmal mehr mit einer überwältigenden Mehrheit von 39 214 Stimmen und dem fünftbesten Ergebnis im Wahlkreisvergleich in die Bürgerschaft ein. „Ich habe mich sehr über das Wahlergebnis gefreut und möchte mich sehr herzlich für das Vertrauen bedanken, das die Wählerinnen und Wähler der SPD und auch mir persönlich erneut entgegengebracht haben“, sagt Schaal im Gespräch mit dem Niendorfer Wochenblatt.


In der kommenden Legislaturperiode will sich die Lokstedterin mit starkem Niendorfbezug um den Fluglärmschutz, den Schutz des Niendorfer Geheges,   Erhalt und Pflege des Grüns, Barrierefreiheit,  Stärkung von Zentren und Förderung von Vereinen in ihrem Wahlkreis kümmern. Schaal: „So wie ich es auch vor der Wahl gesagt hatte.“


Ihr zur Seite steht künftig ein weiterer sozialdemokratischer Abgeordneter, der sich von seiner Wahl selbst überrascht zeigte. „Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet, schließlich war ich keiner der Spitzenkandidaten“, sagt Marc Schemmel (15 123 Stimmen). Dennoch freue er sich sehr auf die anstehende Aufgabe, auch wenn dies gleichzeitig bedeute, dass er sich aus der Bezirksversammlung und dem Regionalausschuss Lokstedt, dem er seit 1998 angehört, zurückziehen muss. „Ich will mich aber natürlich auch als Bürgerschaftsabgeordneter gerne weiterhin um die wichtigen Themen aus Lokstedt, Niendorf und Schnelsen kümmern “, so Schemmel.


In der Opposition


Und auch auf ihn werden Bezirksversammlung und Regionalausschuss künftig verzichten müssen: Carsten Ovens (26 760 Stimmen). Der Landesvorsitzende der Jungen Union Hamburg lässt sich von dem katastrophalen Wahlergebnis seiner CDU nicht entmutigen und will auch aus der Opposition heraus Zeichen setzen: „In der kommenden Legislaturperiode möchte ich fortsetzen, wie ich seit vielen Jahren als Bezirksabgeordneter arbeite: im Dialog vor Ort, Probleme in den Stadtteilen gemeinsam besprechen und Lösungen finden bzw. auf den Weg bringen“, sagt er. Das Ziel der Partei müsse sein, die bürgerliche Mitte wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen und verstärkt an der  Kommunikation zu arbeiten. Ovens: „Dazu werden wir Partei und Fraktion neu aufstellen müssen, inhaltlich, organisatorisch und personell.“


Große Pläne hat auch Anna Gallina, Jahrgang 1983, von den Grünen, die sich mit 20 683 Stimmen ebenfalls ein Mandat im Wahlkreis 7 sichern konnte: „Das Wahlrecht macht es für Kandidierende immer spannend. Ich freue mich sehr über das Ergebnis“, betont die studierte Politologin, die sich seit ihrem zwölften Lebensjahr politisch engagiert. „Nun möchte ich mich dafür einsetzen, dass wir Hamburgs Nachwuchs noch stärker in den Fokus nehmen: Dazu gehören die Frage von guten Kitas, Schulen und Universitäten ebenso wie die Frage von bezahlbarem Wohnen. Außerdem ist es mir wichtig, dass Bürgerbeteiligung in vielen Prozessen frühzeitig und regelhaft stattfindet.“ cs

Das Lokalduell

Kruse gegen Heintze: Beide wollen CDU-Landeschef werden

25.02.2015

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Was für ein Paukenschlag: Nachdem der CDU-Landesvorsitzende Marcus Weinberg mit seinem Rücktritt die Konsequenzen aus dem Wahldebakel gezogen hat, haben sich mit Rüdiger Kruse und Dr. Roland Heintze gleich zwei Kandidaten für seine Nachfolge in Position gebracht. Das Prekäre: Beide kommen aus dem

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Sie sind nicht mehr in der Bürgerschaft

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25.02.2015

Auch Tage nach der Wahl ist die Enttäuschung bei den aus der Bürgerschaft ausgeschiedenen Kandidaten des Wahlkreises 7 groß.   Für  die Niendorferin Sabine Steppat (SPD, Listenplatz 26) ist nach nur einer Legislaturperiode Schluss. „Ich hatte mich so gut eingearbeitet, ich bin sehr

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Es war einmal in Niendorf

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25.02.2015

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die große Aula des Gymnasiums Bondenwald bei der Premiere des Dokumentarfilms „Es war einmal in Niendorf“. Die rund 290 geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Kultur waren begeistert. Immerzu waren leise Kommentare zu hören: „Ach ja, so

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Straßensperrung soll bald die Amphibienopfer senken

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25.02.2015

Der Bönningstedter bzw. Schnelsener Weg ist ein Kuriosum: Als „besserer“ Feldweg verbindet die schmale, aber asphaltierte Straße den nördlichen Teil Schnelsens mit der K5, die nach Norderstedt und Bönningstedt führt.   Die gerne als Abkürzung genutzte Verbindung hat Alleecharakter und wird von

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Schüler helfen Flüchtlingen

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25.02.2015

40 Umzugskartons gefüllt mit Kleidung und Säcke voller Schuhe hat das Schulsprecher-Team des Gymnasiums Ohmoor für die Flüchtlinge der Zentralen Erstaufnahmestelle in der Niendorfer Straße gesammelt.   Die Schüler wollen helfen und ein Zeichen gegen Rassismus setzen. „Im Rahmen unserer

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Kultur im Koffer

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25.02.2015

Was in anderen Ecken von Hamburg schon mit Erfolg läuft, soll nun auch in Niendorf starten: die Aktion „Kultur im Koffer“. Hierfür werden Freiwillige gesucht.   Für die angehenden ehrenamtlichen Kulturbotschafter gibt es ein Einführungsseminar im Haus der Kirche. Die Idee: ähnlich wie Essen auf

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Volleyball ganz meisterlich

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25.02.2015

 Mit viel Ehrgeiz gingen die Volleyballerinen in die Hamburger U16-Meisterschaft  und holten im Finale gegen die Favoriten den Titel.   „So sehen Sieger aus…“ Überglücklich sangen die Volleyballerinen vom Niendorfer TSV den Song, nachdem sie im Finale 2:0 gegen das favorisierte Team

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Silke Jahn

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Baustellenticker

 

Wördemannsweg Behinderungen aufgrund von Sielbauarbeiten im Brückenbereich bis Ende April 2015. Straßenverkehr wird durch Ampelregelung einspurig an der Baustelle vorbeigeleitet.

 

Buslinie 281: bis Ende Mai Verspätungen wegen einer Baustelle Wördemanns Weg, besonders in den Hauptverkehrszeiten.

 

Binsbarg zwischen Ottensener Straße und Randstraße halbseitige Fahrbahnsperrung in beide Richtungen aufgrund von Brückenbauarbeiten bis Juni 2015.

 

Niendorfer Straße Wegen Arbeiten am Erstaufnahmelager einsturige Vorbeiführung an der Baustelle mit Ampelregelung.

 

Angaben ohne Gewähr. Infos zu Busfahrplanänderungen unter www.hvv.de; Straßenbaustellen unter www.hamburg.de/baustellen/

 
Termin der Woche

Klassik und Rock auf dem Akkordeon

Klassik und Rock auf dem Akkordeon





Mit ihrer Leidenschaft für das gemeinsame Musizieren auf hohem Niveau reißen die 20 erfahrenen Spieler des Akkordeon- Orchesters Kaltenkirchen seit nun schon 48 Jahren ihr Publikum schwungvoll mit. Am Freitag, 6. März, sind sie um 20 Uhr auf Einladung des Vereins Bürgerhaus für Niendorf im Berenberg-Gossler-Haus, Niendorfer Kirchenweg 17, zu Gast und zeigen ihr Können auf den Handzuginstrumenten mit einem großen Repertoire von Klassik bis Pop und Rock. Die Karten für acht Euro sind schon jetzt im Vorverkauf und auch an der Abendkasse erhältlich. Infos: www.buergerhaus-niendorf.de moe    Foto: www.akkordeon-orchester-kaltenkirchen.de
 

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TAGEBUCH

Freitag Mama hat zwei Arbeitstermine und der Sohn schulfrei. Das ist nicht zwingend miteinander vereinbar. Doch Redakteurin Claudia Möller hat passenderweise zwei Termine in der freien Natur – eine kindgerechte Lösung also. Doch als der Filius erfährt, dass zuerst ein Besuch auf dem Kinderspielplatz in der Ordulfstraße ansteht, schmollt er. „Das ist doch was für ganz Kleine“, lautet sein Urteil. Doch kaum erblickt er Klettergerüst, Sandkasten und Bagger, versinkt der Achtjährige in der Kinderwelt. „Mama, ich bleib hier“, wird entschieden. Und so kann sie ihren zweiten Termin im Niendorfer Gehege entspannt und sorgenfrei angehen – und sogar noch den Wocheneinkauf hinten dran packen. Und als sie den Sohnemann um 12 Uhr endlich abholen „darf“, steht für ihn fest: „Das war ein richtig toller Arbeitstag Mama. Du hast geschrieben und ich gebuddelt.“

 

Mittwoch Kreativ war eine unserer Redakteurinnen in der letzten Ausgabe bei der  Erfindung eines neuen Berufs. Doch den Drogerist gibt es noch immer nicht, die korrekte Bezeichnung lautet Drogist. Dafür muss sich die Kollegin nun schon seit einer Woche als Redakteuristin anreden lassen.