Eine Straße für Walter

Feierlich Thorsten Kruse, Leiter des Dezernats Soziales, Jugend und Gesundheit im Bezirksamt Eimsbüttel, und Walter Jungleibs Schwester Grete Hamburg bei der Enthüllung des neuen Straßenschilds Foto: cs

Eine Straße für Walter

Er soll der Nachwelt mit korrektem Namen in Erinnerung bleiben

27.04.2016

Es sind nur zwei kleine Buchstaben. Doch sie machen einen großen Unterschied. Vergangene Woche konnten Besucher und Anwohner im Schnelsener Stadtteil Burgwedel Zeugen eines historischen Ereignisses werden: Die offizielle Umbenennung der Jungliebstraße in Walter-Jungleib-Straße.

 

In Burgwedel erinnern zahlreiche Straßen an die 20  ermordeten Kinder vom Bullenhuser Damm. Ein Arzt des Konzentrationslagers Neuengamme  missbrauchte sie als Versuchsobjekte für grausame, medizinische Experimente, bevor sie in der Nacht vom 20. auf den 21. April 1945 von SS-Männern im Keller der Schule am Bullenhuser Damm erhängt wurden.


Unter ihnen war auch ein zunächst als „W. Junglieb“ bekannter Junge, der erst im Juli 2015 als Walter Jungleib aus Hlohovec (Slowakei) identifiziert werden konnte.  Schnell ist klar: Die Straße muss umbenannt werden - und das bis zum 20. April 2016, wenn Jungleibs Schwester Grete Hamburg zum ersten Mal die Hansestadt besucht, um an der Gedenkfeier für die getöteten Kinder vom Bullenhuser Damm teilzunehmen (Bericht in der kommenden Wochenendausgabe)  und die Todesstätte ihres Bruders zu besuchen. „Es hat gedauert. Aber wir haben es zu heute dann doch noch geschafft. Und das freut mich sehr“, so Christian Samsche, der gemeinsam mit dem Schnelsener Aktionskreis die Umbenennung der Junglieb-Straße angestoßen hatte.


Ein schwerer Schritt


Es war sicher kein einfacher Tag für die 86-jährige Grete Hamburg, die in Begleitung ihrer Tochter aus Tel-Aviv, Israel, angereist war. Die Erinnerungen, der Presserummel – eine emotionale Achterbahnfahrt. 70 Jahre lang hatte sie nach dem Verbleib ihres Bruders geforscht, bis Bella Reichenbaum und ihr Mann Yitzhak, der Bruder von Eduard Reichenbaum, der im Alter von zehn Jahren ebenfalls am Bullenhuser Damm ermordet worden war, sie auf die entscheidende Spur - und zurück nach Deutschland brachten. „Ich hab geschworen, ich komme nie mehr wieder“, sprach Grete Hamburg in die laufenden Kameras. „Aber jetzt bin ich hier und ich bin froh darüber.“ cs

             

Das müssen Anwohner jetzt beachten

 

Seit vergangenem Mittwoch, 20. April, ist es offiziell: Die Jungliebstraße in Schnelsen heißt jetzt Walter-Jungleib-Straße. Dies hat auch Auswirkungen auf Anwohner und ansässige Geschäfte und Gewerbebetriebe.

 

Anwohner müssen nun die Adresse in ihrem Personalausweis sowie gegebenenfalls auf dem elektronischen Aufenthaltstitel und dem Kfz-Schein ändern lassen. Diese Änderungen können Betroffene in den nächsten Wochen gebührenfrei im Kundenzentrum Lokstedt, Garstedter Weg 11, sowie im Kundenzentrum Eimsbüttel, Grindelberg 66, während der Sprechzeiten beantragen. Dafür benötigen sie keinen Termin, sondern können einfach während der Sprechzeiten, Montag von 8 bis 16 Uhr, Dienstag von 7 bis 13 Uhr, Mittwoch von 8 bis 13 Uhr und Donnerstag von 9 bis 18 Uhr vorbeikommen.


Die Gewerbetreibenden in der heutigen Walter-Jungleib-Straße erhalten in den kommenden Tagen automatisch eine geänderte Gewerbeanzeige. Dafür ist keine Beantragung erforderlich. cs

Umbau mit Sperrung

U-Bahnstation Joachim-Mähl-Straße soll barrierefrei werden

27.04.2016

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Im April 2018 will die Hamburger Hochbahn die umgebaute U-Bahnstation Joachim-Mähl-Straße in Betrieb nehmen, und die vorbereitenden Leitungsbauarbeiten haben bereits begonnen.   Ziel der Arbeiten ist ein barrierefreier Zugang, und an der Baugrube auf der Westseite (Höhe Seesrein) wird ab Mitte

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27.04.2016

Unter dem Motto „Laufen hilft“ starteten am vergangenen Sonntag rund 350 Läufer beim ersten Benefizlauf für Geflüchtete im Niendorfer Gehege.   Im wahrsten Sinne des Wortes auf die Beine gestellt wurde die Aktion von der Freiwilligen-Organisation Wir für Niendorf, vom Gymnasium Bondenwald und

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Herzliches Lokstedt sucht Verstärkung

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27.04.2016

Ende 2013 entstand der Verein Herzliches Lokstedt aus einer Gruppe Engagierter, die Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Krieg, Terror und Willkür das Ankommen erleichtern wollte.   „Begegnungen und Unterstützung auf Augenhöhe“ lautet bei den Angeboten, die für Flüchtlinge, Migranten und

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27.04.2016

Er kam eher durch Zufall zu seinem Trainer-Job. Und packte es richtig an: Heute sind seine Fußball-Jungs auf der Erfolgs-Spur!   Jeder Sieg hat zwei Seiten. Das weiß auch Dirk Sanne. Denn immer, wenn seine Jungs auf dem Platz zeigen, was in ihnen steckt, gucken nicht nur begeisterte Eltern und

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Ich bin gern Dorfpastor

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27.04.2016

Seit 25 Jahren ist Erik Thiesen Pastor in der Kirche am Markt. Und möchte auch nicht mehr weg: „Die Kirche ist barock, verspielt, heimelig und persönlich. Es gibt viel zu sehen aber sie ist nicht überladen“, schwärmt der 58jährige.    Das wichtigste sind für den gebürtigen

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Flüchtlinge – wo kann ich helfen?

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21.10.2015

Die Karte zeigt, an welchen Standorten in Niendorf, Lokstedt und Schnelsen sich Flüchtlingsunterkünfte befinden und an wen sich interessierte Helfer zur ehrenamtlichen Unterstützung wenden können.  Niendorf Zentrale Erstaufnahme (ZEA) Niendorfer Straße, Niendorfer Straße 99, 320

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Silke Jahn

Silke Jahn

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Paul-Sorge-Straße, Höhe Seesrein, wechselseitige Sperrung eines Fahrstreifens  bis Ende April. Grund sind Vorarbeiten für den barrierefreien Ausbau der U-Bahn-Haltestelle Joachim-Mähl-Straße.

 

Hans-Adolf-Weg Behinderungen und temporäre Halteverbotszonen in Höhe der Hausnummern 1 bis 23 bis voraussichtlich 1. Juli 2016. Grund sind die Erneuerungen der Haupt- und Versorgungsleitungen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung.

 

Rönnkamp Behinderungen und temporäre Halteverbotszonen in Höhe der Hausnummern 1 bis 32 bis voraussichtlich 1. Juli 2016. Grund sind die Erneuerungen der Haupt- und Versorgungsleitungen zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung.

 

Riekbornweg Einbahnstraßenregelung zwischen Oldesloer Straße und Riekbornweg 3 bis voraussichtlich Ende Mai 2016. Grund sind Arbeiten von Hamburg Wasser an den Haupt- und Versorgungsleitungen.

 

Promenadenstraße 4 bis 20, im Alwin-Lippert-Weg 5 bis 29 sowie der Robert-Blum-Straße 8 bis 31 bis Ende April 2016. Behinderungen aufgrund von Leitungs- und Straßenbauarbeiten.

 

A7 Stellingen: Sperrung von Fahrstreifen und Verschwenkung über die Gegenfahrbahn. Einengung von drei normalen auf drei eingeengte Fahrstreifen je Richtung.

 

A7 Autobahndreieck Nord-West bis Landesgrenze:  Wechselweise Sperrung von Fahrstreifen. Teilweise Verschwenkung über Gegenfahrbahn. Einengung von zwei normalen auf zwei eingeengte Fahrstreifen je Richtung. 

 

Angaben ohne Gewähr. Infos zu Busfahrplanänderungen unter www.hvv.de; Straßenbaustellen unter www.hamburg.de/baustellen/

Tipps und Termine

Gospelchor ReJOYce in der Verheißungskirche

Gospelchor ReJOYce in der Verheißungskirche

Zum Ende des 13ten Niendorfer Gospelprojekts von Gudrun Fliegner findet ein Abschlusskonzert in der Verheißungskirche statt. Der Projektchor ReJOYce mit 50 Sängerinnen präsentiert sein Programm, das er seit Ostern in nur kurzer Zeit erarbeitet hat. Gudrun Fliegner: „Die Probenphase war sehr dicht gedrängt. Aber die Sängerinnen haben extrem fleißig zu Hause geübt!“ „We shall overcome“ ist das Motto des Konzerts mit Songs rund um Frieden, Versöhnung und Verantwortung für die Welt. Unterstützt werden die Damen durch Ugo Rosano (Gesang), Beate Müller (Drums) und Steffen Beirle (Piano). Die Solisten bringen auch noch ein paar Songs mit, unter anderem von Stevie Wonder und Bob Dylan. Eintritt sieben Euro (ermäßigt fünf Euro). bk

 

Gospelkonzert, So., 1.5., 17 Uhr, Verheißungskirche (Sachsenweg 2), Niendorf  Foto: Tanja Fischer


Weitere Termine bitte

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TAGEBUCH

Mittwoch Schwer beeindruckt war unsere Grafikerin Susann Behnken von der reibungslosen Evakuierung des Tibarg Centers am vergangenen Mittwoch (wir berichteten in der Wochenendausgabe). „Das klappe so unaufgeregt und dennoch schnell, als sei es vorher geprobt worden“, berichtet sie. Ausgelöst hatte den Alarm eine ältere Dame, die sich im Center verirrt hatte und vor lauter Not den Brandmelder drückte. Als nach nur 20 Minuten das Center wieder öffnete stand Susann Behnkens gefüllter Einkaufswagen noch exakt an der Stelle, wo sie ihn beim Alarm stehen lassen musste - und die sehnlich erwarteten Kaffeebohnen fanden doch noch den Weg zum Wochenblatt-Büro. 

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