Hinsichtlich der Planungen für das Gewerbegebiet Flagentwiet fordern die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Silke Seif und ihr Parteikollege Andreas Stonus das Bezirksamt auf ein integriertes Mobilitätskonzept auf den Weg zu bringen Foto: Chateaubourg

Hinsichtlich der Planungen für das Gewerbegebiet Flagentwiet fordern die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Silke Seif und ihr Parteikollege Andreas Stonus das Bezirksamt auf ein integriertes Mobilitätskonzept auf den Weg zu bringen Foto: Chateaubourg

Ungereimtheiten um das geplante Paketzentrum in Schnelsen

Bislang gibt es kein Verkehrsgutachten

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SCHNELSEN Dass im Gewerbegebiet Flagentwiet in Schnelsen eine sogenannte Mechanisierte Zustellbasis (MechZB) des Paketdienstes DHL entstehen soll (das Niendorfer Wochenblatt berichtete vor zwei Wochen), hat offenbar auch die Politik überrascht.

Um weitere Details zu erfahren, hat die CDU-Wahlkreisabgeordnete Silke Seif daraufhin eine Kleine Anfrage an den Hamburger Senat geschickt. Seit Dienstag, 20. April, liegt die Antwort vor. Bemerkenswert sind dabei unter anderem folgende Erkenntnisse: Obwohl der Bauantrag noch nicht final geprüft ist, will die Deutsche Post DHL mit dem Bau der neuen Sortieranlage noch im laufenden, zweiten Quartal beginnen. In Betrieb genommen werden soll das MechZB bereits in etwa einem Jahr.

Bislang liegt keine Baugenehmigung vor

Besonders brisant: Bislang liegen weder eine Baugenehmigung seitens des Bezirksamtes noch ein Verkehrsgutachten vor. Dazu die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete aus Schnelsen: „Die neue DHL-Sortieranlage im Flagentwiet bedeutet mehr Schwerlastverkehr. Auch der unweit geplante Recyclinghof bringt mehr Verkehr nach Schnelsen. Ein Verkehrsgutachten oder Mobilitätskonzept ist laut Senat bislang nicht geplant. Damit fällt auch die Verkehrssicherheit der Schülerinnen und Schüler der künftigen Campus-Schule Schnelsen unter den Tisch.

Hier müssen die Verantwortlichen umgehend nachbessern. Deshalb fordert mein CDU-Bezirkskollege Andreas Stonus, seine Fraktion und der grüne Koalitionspartner den Bezirksamtsleiter auf, ein integriertes Mobilitätskonzept auf den Weg zu bringen, das die Folgen des höheren Verkehrsaufkommens auch mit Blick auf Fußgänger und Radfahrer in Schnelsen prüft.“

Montag Thema im Regionalausschuss

Der Antrag „Gesamtverkehrskonzept für Schnelsen im Bereich Kulemannstieg/Flagentwiet“ steht am Montag, 26. April, im Regionalausschuss auf der Tagesordnung.

Außerdem interessant: Das 2572 Quadratmeter große Baugrundstück im Flagentwiet wurde bereits 2019 an die Deutsche Post AG verkauft. Bis dahin gehörte es der Stadt Hamburg. Stellvertretend kümmert sich die Hamburg Invest Entwicklungsgesellschaft GmbH & Co. KG (HIE), eine Tochter der Hamburg Marketing, um den Verkauf solcher Flächen. Über den marktüblichen Kaufpreis wurde Vertraulichkeit vereinbart. Darüber wie viele Sendungen am neuen Standort zu Normalzeiten oder zu Spitzenzeiten (z.B. zu Weihnachten) bearbeitet werden sollen, lagen auch der zuständigen Behörde – nach Auskunft des Senats – keine Erkenntnisse vor.  (cc)

Dies ist eine mechanisierte Zustellbasis in Hannover. In Schnelsen soll ebenfalls eine „MechZB“ entstehen Foto: Deutsche Post DHL Group

Dies ist eine mechanisierte Zustellbasis in Hannover. In Schnelsen soll ebenfalls eine „MechZB“ entstehen Foto: Deutsche Post DHL Group

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