Seit einer Woche am Gymnasium Ohmoor in Niendorf im Einsatz: 22 Luftdesinfektionsgeräte der Firma Mikrobex. Prof. Roland Greule (Hochschule für Angewandte Wissenschaft, v.l.), Gudrun Müller, Schulleitung Gymnasium Ohmoor und Guntram Uhlig, Firma Mikrobex Foto: Sybill Schneider / Mikrobex

Seit einer Woche am Gymnasium Ohmoor in Niendorf im Einsatz: 22 Luftdesinfektionsgeräte der Firma Mikrobex. Prof. Roland Greule (Hochschule für Angewandte Wissenschaft, v.l.), Gudrun Müller, Schulleitung Gymnasium Ohmoor und Guntram Uhlig, Firma Mikrobex Foto: Sybill Schneider / Mikrobex

Sicherheit beim Durchatmen

Luftdesinfektionsgeräte am Gymnasium Ohmoor erstmals im Einsatz

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NIENDORF Das Gymnasium Ohmoor in Niendorf hat sich mit Geldern der Schulbehörde für Infektionsschutzmaßnahmen 22 Luftdesinfektionsgeräte in Klassenräume einbauen lassen. Ausgestattet wurden sechs Klassen- und das Lehrerzimmer.

„Das Gymnasium Ohmoor ist die erste Schule in Hamburg, die Luftdesinfektionsgeräte mit Mitteln der Schulbehörde ausprobiert“, sagt Luisa Wellhausen, Teamleitung Online-Redaktion der Schulbehörde Hamburg. „Die Behörde für Schule und Berufsbildung hat den Schulen insgesamt rund fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um die Infektionen in den Klassenräumen zu verringern.

Ein größeres Gymnasium hat beispielsweise rund 20.000 Euro zur Verfügung. Die Schulen können dieses Geld eigenverantwortlich einsetzen beispielsweise für CO2-Ampeln. Auch andere technische Verbesserungen können damit finanziert werden“, so Wellhausen weiter.

Am Gymnasium Ohmoor haben sich alle Beteiligten dafür ausgesprochen, das Geld für Luftdesinfektionsgeräte (UV-C-Geräte) zu verwenden. Eltern waren im Oktober durch einen Bericht im NDR darauf aufmerksam geworden und hatten Schulleiterin Gudrun Müller davon berichtet.

„Der Wunsch nach einer sinnvollen ergänzenden Infektionsschutzmaßnahme war bei allen Beteiligten groß, insbesondere Luftfiltergeräte waren wiederholt im Gespräch“ erklärt Müller: „In Rücksprache mit dem schulischen Krisenteam haben wir uns gegen Hepa-Luftfilter ausgesprochen, weil freistehende Geräte Platz wegnehmen und so eine Unfallgefahrenquelle bilden. Zudem sind sie selbst potenziellen Beschädigungen ausgesetzt.

Außerdem stellten wir uns die Platzierung schwierig vor (wer sitzt im Luftstrom zum Gerät?). Die Fragen nach den Wartungskosten für neue Filter, in welcher Frequenz sie gewechselt werden und wer sich darum kümmert, konnten wir nicht beantworten.“

Die UV-C-Geräte versprachen eine Wirksamkeit ohne die negativen Begleiterscheinungen. Die Geräte seien ein Anfang. Insbesondere die Ausstattung des Lehrerzimmers gebe den Kolleginnen und Kollegen hoffentlich ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit und schaffe faktisch einen zusätzlichen Infektionsschutz, so Müller.

Mit der Hochschule im Gespräch

Ausgestattet wurden einige kleinere Klassenräume, die aber die gleiche Schüler/-innenzahl von 26 bis 28 Lernenden beherbergen wie die großen Klassenräume. Insofern sei es mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt Müller. Die installierten Geräte bieten zudem die Möglichkeit, die Geräte weiter unter Realbedingungen zu testen.

Gudrun Müller: „Der Kontakt mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften steht diesbezüglich. Es wäre für mich mindestens eine Option, dann die weiteren kleineren Klassenräume auszustatten. Ein geplantes Pilotprojekt ist es nicht, aber vielleicht kann es eines werden.“

CORINNA CHATEAUBOURG

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