Zwei Truppfrauen und ein Truppmann: Antonia Tönnies, Jonas Möller und Vanessa Krüger (v.l.n.r.) vor dem Feuerwehrhaus in SchnelsenFotos: cc

Die drei neuen Trupp-Mitglieder der FF Schnelsen

Dieses besondere feeling Warum sich drei junge Schnelsener bei der Freiwilligen Feuerwehr engagieren

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Die Freiwillige Feuerwehr Schnelsen hat zwei neue Truppfrauen und einen neuen Truppmann. Die drei ehrenamtlichen Feuerwehrleute – alle aus Schnelsen – haben im vergangenen Jahr an der Grundausbildung im Bereich Eimsbüttel teilgenommen und an der Feuerwehrakademie
Hamburg kurz vor Jahresende die Prüfung erfolgreich bestanden.

Unter Anleitung eines erfahrenen Ausbilderteams mussten alle Teilnehmenden Löschwasserversorgungen aufbauen, Löschangriffe vortragen, mit speziellen Geräten verletzte Personen aus Fahrzeugen befreien, die Erstversorgung vornehmen und durften erste Erfahrungen mit der Motorsäge oder dem Trennschleifer sammeln.

Bis zur Ausbildung waren alle Drei bereits bei der Feuerwehr aktiv, aber eben zunächst als Feuerwehrmann/-frau-Anwärter. Jetzt erhielten sie ihre Zertifikate. Mit den Dreien und 20 weiteren Teilnehmer/ -innen aus Eimsbüttel sei der Ausbildungsstand der Wehren weiter verbessert worden, so Peter Kleffmann, Bereichsführer Eimsbüttel.

Antonia Tönnies ist schon seit sieben Jahren bei der FF Schnelsen und die Begeisterung für die Feuerwehr liegt in der Familie. Der Freund der Mutter brachte sie auf die Idee, sich auch selbst zu engagieren, die Geschwister waren in der Jugendfeuerwehr. Nach dem Abitur am Gymnasium Bondenwald studiert sie jetzt Politikwissenschaften, doch ihr Hobby wollte sie nicht aufgeben.

„Ich wollte nicht damit aufhören und fand es logisch in der Einsatzabteilung weiter zu machen und die Ausbildung zur Truppfrau zu absolvieren“, sagt die 18-Jährige. Weitere Fortbildungen sollen folgen.

Bereit für den Einsatz: Antonia Tönnies (18) engagiert sich schon seit sieben Jahren bei
der FF Schnelsen, jetzt als zertifizierte Truppfrau

Kameradschaft und Feuerwehrfeeling findet Vanessa Krüger (23) persönlich sehr bereichernd. Sie kam über ihren Werkstudentenjob zu ihrem Ehrenamt in Schnelsen

Aufregend und manchmal auch anstrengend: Jonas Möller (20) studiert Bauingenieurwesen an der HCU und mag seinen Job als Ehrenamtlicher bei der Feuerwehr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einer für alle, alle für einen
Durch ihren Werkstudenten/-innen-Job ist Vanessa Krüger in die Verwaltung der Berufsfeuerwehr gekommen. Die 23-Jährige studiert Soziologie und findet den Job bei der Feuerwehr interessanter als andere Studi-Jobs. Dies war auch der Anlass für Ihren Eintritt in die FF. Außerdem mag sie dieses spezielle „Feuerwehrfeeling“, so nennt die Schnelsenerin das. „Bei der Feuerwehr geht es familiär zu, alle halten zusammen, unterstützen sich gegenseitig“, sagt sie: „Wenn wir uns nach einem Einsatz noch zusammensetzen, werden Geschichten erzählt. Hier gilt wirklich noch das Motto ‚Einer für alle, alle für einen‘.“

Seinen ersten großen Einsatz als zertifizierter Truppmann hatte Jonas Möller Silvester. Da aber Böllerverbot herrschte, hielten sich die Einsätze im Rahmen. Beeindruckt habe ihn sein Einsatz im Juli 2020, als das Futterhaus in der Holsteiner Chaussee brannte. „Das war schon sehr anstrengend. Zunächst hatte es nur eine Rauchmeldung gegeben, dann war der Brand aber doch schnell sehr groß geworden. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden, war aber auch sehr aufregend. Die Müdigkeit habe ich erst später bemerkt“, erzählt der 20-Jährige, der an der HafenCity Universität Hamburg (HCU) Bauingenieurwesen studiert.

34 aktive Mitglieder hat die FF aktuell. Marco Niederkleine, Wehrführer bei der FF Schnelsen, freut sich über den gut ausgebildeten Nachwuchs und über weitere interessierte Ehrenamtliche. cc

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