90 Prozent der Privatkunden kommen aus Niendorf

Das Consulting-Unternehmen QMH machte aus der Not eine neue Geschäftsidee und produziert FFP2-Masken

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Sie sind zu unserem täglichen Begleiter geworden. Zum Schutz vor Corona-Infektionen ist ihr Tragen sogar verpflichtend. Wenig verwunderlich, dass die Nachfrage nach medizinischen OP-Masken und FFP2-Masken so hoch ist wie nie. Den Bedarf hat der Niendorfer Thorsten Höppner früh erkannt: Mit seinem Unternehmen „QMH“ produziert er seit über sieben Monaten Masken in Norderstedt.

Thorsten Höppner hatte gemeinsam mit seinem Team eine Geschäftsidee mit Zukunft Fotos: QMH

Die Geschäftsidee sei aus der Not heraus entstanden, erzählt Höppner. Mit Beginn der Pandemie ist der Umsatz seines Consulting-Unternehmens um 75 Prozent zurückgegangen. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, haben er und sein Team mit Maschinenbauern, Projektentwicklern, Prozessmanagern und Qualitäts-Ingenieuren überlegt, wie sie mit ihrem Know-how das Unternehmen aus der Krise holen können.

Von der ersten Idee im April verging nur kurze Zeit bis zur hochautomatisierten Produktion. Die ersten medizinischen OP-Masken waren im August fertig – bis Ende des Jahres hatte „Qualitäts-Masken Hamburg“ über zehn Millionen hergestellt und verkauft. Finanzielle Unterstützung in Höhe von 364.000 Euro erhielt das Unternehmen dabei mit Fördermitteln aus Schleswig-Holstein.

Wert legt Höppner auf das Prädikat „Made in Germany“. „Wir produzieren in Norderstedt und beziehen alle Materialien aus Deutschland. Die DIN-zertifizierten Masken erfüllen dabei alle Ansprüche an Qualität, haben einen angenehmen Tragekomfort und hohen Durchatmungswert“, meint der Geschäftsführer: „Leider ist dieser Anspruch immer noch nicht bei allen, sogar deutschen Produzenten selbstverständlich.“ Einen Großteil seiner Masken verkauft QMH an gewerbliche Kunden im Großraum Hamburg. Aber auch Privatpersonen können die Masken über den Onlineshop www.qualitaets-masken-hamburg.de bestellen. „Fast 90 Prozent dieser Kunden kommen aus Niendorf“, freut sich der Vater von drei Töchtern. In den nächsten Wochen beginnt nun die Produktion der FFP2-Masken.

Trotz einiger Rückschläge blickt der Unternehmer nach vorn und plant weiter: „Da der Masken-Bedarf langfristig etwas zurückgehen wird, werden wir unser Produktportfolio, zum Beispiel mit PCR-Tests, erweitern.“ kh

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