Die Wendlohstraße auf Höhe Herzog-Bruno-Weg zu überqueren, ist vor allem für Kinder gefährlich

Sicher über die Wendlohstraße

Erneute Forderung nach Querungshilfe

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Aus Sicht vieler Anwohner/-innen ist das Überqueren der Wendlohstraße auf Höhe des Herzog-Bruno-Wegs gefährlich. Für einen Zebrastreifen setzte sich 2019 bereits die Regionalpolitik ein. Nun hat ein Anwohner eine Online-Petition gestartet.

„Täglich sehe ich das Chaos mit brenzligen Situationen und Fußgängern, die lange warten müssen“, meint Initiator Christoph M. Die Wendlohstraße sei durch die vielen Kurven unübersichtlich, Fahrzeuge fahren zudem häufig mit hohem, unangepasstem Tempo. Gefährlich sei dies vor allem für Schüler/-innen, die die Grundschule Bindfeldweg besuchen und östlich der Wendlohstraße wohnen. „Kinder können die Geschwindigkeit heranfahrender Autos nicht abschätzen“, so der Anwohner weiter. Eine große Gefahr bestehe zudem darin, dass sie unüberlegt über die Straße laufen, um etwa den Bus an der Haltestelle vor Ort zu erreichen.

In der „OpenPetition“ (Kurzlink: https://t1p.de/h1ia) fordert er deshalb Bezirksamtsleiter Kay Gätgens auf, als erste verkehrsberuhigende Maßnahme einen Fußgängerüberweg einzurichten. Bislang (Stand 26.1.) sind 158 bestätigte Unterschriften eingegangen.

Die Problematik ist nicht neu: Bereits vor zwei Jahren stellten die SPD und Grünen im Regionalausschuss Lokstedt-Niendorf-Schnelsen (RaLoNis) einen Antrag für eine sichere Straßenquerung. Die Straßenverkehrsbehörde des Polizeikommissariats 24 prüfte daraufhin die Lage vor Ort. Aufgrund der fehlenden Gefährdungslage und einer zu geringen Fußgänger-Frequentierung sah sie jedoch keinen Handlungsbedarf. „Im Grunde hat sich an der Situation nichts geändert“, meint Thomas Piper, Leiter Prävention und Verkehr vom PK 24. Neue Zählungen der werde er aber gerne durchführen lassen, für valide Zahlen sei das aber erst nach der Pandemie möglich. Er gibt dabei zu bedenken: „Aus meiner Sicht ist der Standort für einen Fußgängerüberweg ungeeignet. Erfahrungsgemäß führt dieser an Stellen mit Bushaltestellen häufig zu gefährlichen Situationen und suggeriert nur subjektive Sicherheit.“

Dass das Thema damit nicht vom Tisch ist, zeigt auch ein aktueller Antrag der Fraktionen von Grünen und CDU, der im RaLoNis am Montag, 1. Februar, auf der Tagesordnung steht. Demnach wollen die Politiker zusammen mit Vor-Ort-Akteuren, insbesondere der Grundschule, einen neuen Anlauf nehmen. kh

Der Antrag im Regionalausschuss
Die Grünen und die CDU fordern eine Querungshilfe für Schüler/-innen und Senioren/-innen an der Wendlohstraße. In dem Antrag wird unter anderem darauf hingewiesen, dass die Daten der Zählung (in der Zählung aus 2019 waren es weniger als die erforderlichen 50 Personen pro Stunde) nicht mit den Erfahrungen der Eltern, der Anwohner sowie der Bildungsträger am Bindfeldweg übereinstimmen. So ergab eine Zählung der Grundschule Bindfeldweg, dass über 100 Schüler auf der östlichen Seite der Wendlohstraße gemeldet sind (Grundschule 86, ReBBZ 15) und die Straße auf ihrem Schulweg kreuzen müssen. Bisher taten sie das an unterschiedlichen Stellen. Es sei daher davon auszugehen, so die Antragsteller, dass die Einrichtung eines Zebrastreifens auf Höhe des Herzog-Bruno-Wegs den Querungsverkehr bündeln werde. Im Falle einer weiteren Zählung fordern die Politiker deshalb, auch die Querenden im weiteren Verlauf zu berücksichtigen. (kh)

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