Das digitale Homeschooling über die Plattform IServ lief holprig Symbolfoto: GettyImages

Ruckliger digitaler Schulstart

Homeschooling: Probleme mit Plattform IServ

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Störungen, Fehlermeldungen, Verzögerungen – für viele Hamburger Schüler/-innen und Lehrer/-innen begann die zweite Homeschooling-Woche mit technischen Problemen. Bei der Nutzung der Kommunikationsplattform IServ ruckelte es an auch an „unseren“ Schulen – bei der einen mehr, bei der anderen weniger.

Vor allem am Montag und Dienstag waren mit dem bundesweiten Schulstart an vielen Schulen E-Mails und Aufgaben nicht abrufbar, der Messenger-Dienst nicht nutzbar und auch Videokonferenzen konnten nicht stattfinden. Während in unseren Stadtteilen besonders die Julius-Leber-Schule betroffen war und tagelang mit Problemen zu kämpfen hatte, lief es an den weiterführenden Niendorfer Schulen etwas besser. Am Gymnasium Bondenwald sowie an der Stadtteilschule Niendorf hakte es bei den Videokonferenzen vor allem in den Spitzenzeiten zwischen 8 und 10 Uhr morgens. „Grundsätzlich gibt es im Schulvormittag immer Zeiten, in denen die Auslastung besonders hoch ist und der Betrieb entsprechend gestört oder verzögert ist“, beschreibt Gudrun Müller, Schulleiterin am Gymnasium Ohmoor die Situation. Grundsätzlich habe sie aber den Eindruck, dass sich IServ nach den anfänglichen Problemen nun wieder zurecht-ruckele.

Ursache war nach Angaben des Unternehmens IServ ein technisches Problem, das aber behoben ist. Die Serverkapazität wurde bereits verdoppelt. „Dennoch stoßen die hohen Nutzungen an ihre Grenzen“, so Schulsenator Ties Rabe: „Diese liegen einerseits bei den Programmen selbst, der andere limitierende Faktor ist das städtische Datennetz.“ An der Datenübertragungsrate und dem Glasfasernetz müsse weiter zügig gearbeitet werden. Die aktuell bereits deutlich verbesserte Kapazität ermöglicht, dass bis zu 50 Prozent aller Schulklassen parallel Videokonferenzen organisieren können, wie aus einer Pressemitteilung der Schulbehörde hervorgeht. Rabe: „Wir sind noch nicht am Ziel, aber wir haben erhebliche Fortschritte gemacht.“ kh

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