Mauerreste auf dem Schulhof der Stadtteilschule Niendorf dienen als Regenrückhaltebecken Foto: kh

Grüne Dächer und Photovoltaik-Anlagen

Hamburg setzt auf klimafreundlichen Schulbau

Archiv| Views: 144

Einen Beitrag zum Klimaschutz sollen auch Hamburgs Schulgebäude leisten. Vor allem bei Neubauten setzt man deshalb auf Photovoltaik-Anlagen, Gründdachflächen und naturnah gestaltete Schulhöfe. Möglichkeiten zur Nachrüstung werden sukzessive auch bei Bestandsgebäuden geprüft.

Ziel ist es, bis 2023 auf Hamburgs Schuldächern insgesamt rund 100.000 Quadratmeter Photovoltaik-Anlagen und 200.000 Quadratmeter Gründdachflächen zu bauen. Darauf haben sich die Schulbehörde, die Schulbauunternehmen Schulbau Hamburg (SBH) und Gebäudemanagement Hamburg (GMH) sowie die Finanzbehörde verständigt. Allein für diese beiden Maßnahmen werden gut 27,5 Millionen Euro investiert. Darüber hinaus sollen bis 2027 sämtliche Schulgebäude auf einen guten Gesamtzustand gebracht und die CO2-Bilanzen durch Bau- und Energiesparmaßnahmen erheblich verbessert werden.

In Niendorf verfügt der Neubau des Gymnasiums Bondenwald bereits über eine Photovoltaik-Anlage. Im Sinne des Klimaschutzes haben die neuen Fenster zudem eine gut dämmende Dreifachverglasung. Der Neubau der Stadtteilschule Niendorf ist ebenfalls in vielen Aspekten klimafreundlich: Davon zeugen beispielsweise an der Außenfassade die Lamellen aus Holz als natürliches und recyclingfähiges Produkt. Im Pausenhof wurde ein Rasenfugenpflaster verlegt, so dass das Regenwasser direkt vom Boden aufgenommen werden kann. Erhaltene Mauerreste des alten Schulgebäudes werden auf dem Schulhof als Regenrückhalteflächen mit entsprechender Bepflanzung genutzt.

Mancherorts schon da
Und: Unabhängig von den „großen“ Baumaßnahmen tragen auch Schüler-/innen und Lehrer/-innen einen Teil zum Klimaschutz bei. Einige Schulen sind sogar als Klima- und/oder Umweltschule zertifiziert (das Wochenblatt berichtete). So haben im Rahmen von schulinternen Projekten beispielsweise die Julius-Leber-Schule und das Gymnasium Corveystraße bereits eigene Photovoltaik-Anlagen installiert. kh

Comments are closed.