Spatzengroß, jagt kleine Fische in sauberen Bächen und Fleeten: der Eisvogel Foto: Nabu

Das sind die Top Ten Kandidaten

„Vogel des Jahres“: Öffentliche Wahl entscheidet bis März

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Seit 1971 kürten Vertreter von Nabu und LBV den „Vogel des Jahres“. Zum 50. Jubiläum gibt es ein Novum: Wie berichtet, können alle Vogelfreunde abstimmen. Nun schafften es zehn Kandidaten unter die Top Ten.

Das Finale im Internet läuft vom 18. 1. bis 19. 3. 2021. Alle können unter den Top Ten für ihren „Vogel des Jahres 2021“ stimmen. Überraschend auf Platz eins steht bislang die Stadttaube, gefolgt von Rotkehlchen, Amsel, Feldlerche, Goldregenpfeifer, Blaumeise, Eisvogel, Haussperling, Kiebitz und Rauchschwalbe. Rund 130.000 Personen beteiligten sich an der Vorauswahl. Der Mauersegler, Hamburgs Favorit, schied aus.

Malte Siegert, Vorsitzender des Nabu Hamburg mit 25.000 Mitgliedern, freut sich über das öffentliche Engagement: „Das zeigt den hohen Stellenwert der heimischen Natur in der Bevölkerung.“

Auch Hamburgs Nabu-Ornithologe Marco Sommerfeld ist begeistert von der Renonanz. Unter den Top Ten fänden sich jeweils fünf weniger und sehr gefährdete Arten. Anlass zur Besorgnis gäben Kiebitz und Feldlerche: Die Biotope der Wiesenvögel schwinden, weshalb ihre Zahl in den letzten 50 Jahren drastisch sank. Sie wurden Opfer der intensivierten Landwirtschaft mit Einsatz von Pestiziden sowie Raps- und Maismonokulturen.
Neulinge in der 50-jährigen Kür zum Vogel des Jahres sind Stadttaube, Amsel und Blaumeise. Die Nachkommen verwilderter Haustauben stammen ab von der Felsentaube, sie leiden unter schlechtem Image und Vorurteilen. Viele Amseln fielen auch in Hamburg seit 2019 dem Usutu-Virus zum Opfer. Blaumeisen starben seit dem Frühjahr 2020 gehäuft an einer bakteriellen Lungenentzündung. wh

www.vogeldesjahres.de

Goldregenpfeifer, genannt „Goldis“, kommen als Wintergäste in die Elbmarsch Foto: Nabu

Ganzjährig zu sehen und zu hören: das Rotkehlchen Foto: Nabu/Rolfes

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