Die Fahrbahn in der Döhrntwiete wurde instand gesetzt Fotos: mf

Freude übers Provisorium

Keine endgültige Herstellung für Döhrnstraße und -twiete

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Große Freude bei Lokstedter Anwohnern, Grundschülern, Sportlern und Naturschützern. Die Planung für die endgültige Herstellung der Döhrnstraße und Döhrntwiete soll auf Eis gelegt werden.

Als die Planungen Anfang 2019 bekannt wurden, war der Widerstand in der Nachbarschaft groß. Zwar störten sich viele an Schlaglöchern und Überflutung bei Starkregen, doch die „erstmalige endgültige Herstellung“ sah unter anderem auch eine Verbreiterung der Straßen auf fünf Meter und das Fällen einer historischen Buchenhecke in der Döhrntwiete vor (das Wochenblatt berichtete).

Gemeinsamer Kampf um Bäume
Schüler der Grundschule Döhrnstraße kämpften mit viel Kreativität für den Erhalt der Bäume, für den sich auch der Naturschutzbund (Nabu) stark machte. Die Bezirkspolitik setzte sich nach dem hartnäckigen bürgerlichen Engagement schließlich für ein Aussetzen der Planungen ein.

Nach Starkregen provisorisch hergerichtet
Nachdem Starkregenfälle im Frühjahr 2020 insbesondere die Döhrntwiete teilweise für Fußgänger unpassierbar machten, wurden die Straßen kurzfristig vom Bezirksamt provisorisch instand gesetzt. Dort betonte man damals noch, dass die Baumaßnahme nicht im Zusammenhang mit der geplanten und umstrittenen erstmaligen endgültigen Herstellung der beiden Straßen im Zusammenhang stünde. Der Regionalausschuss Lokstedt / Niendorf / Schnelsen empfahl jedoch einstimmig, die erstmalig endgültige Herstellung der Straßen „nicht mehr mit Priorität zu verfolgen“. Dieser Antrag wurde nun angenommen. Die Freude bei den Bürgeraktivisten ist groß.

Betroffene möchten gehört werden
„Wir hoffen, dass die Bezirksverwaltung aus dem Vorgang die richtigen Schlüsse zieht und künftige Planungen zur erstmaligen endgültigen Herstellung frühzeitig mit den Betroffenen, insbesondere mit Anwohnern in einer Planungswerkstatt entwickelt“, erklärt Christoph Müller von der Bürgerinitiative. „Letztlich wissen die betroffenen Bürger*innen am besten was gut und richtig für „ihre Straßen“ ist.“ mf

Gerettet: Die Buchenhecke in der Döhrntwiete

 

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