Wie bei allen Sportvereinen ruht momentan auch das gesamte Angebot des NTSV
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Zweiter Lockdown trifft Vereine härter

NTSV Forderung nach Stufenplan zum Neustart

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Nach dem Lockdown im Frühjahr ruht der Vereinssport nun seit knapp zwei Monaten bereits zum zweiten Mal. Nicht nur die Mitglieder vermissen die Ausübung ihrer Sportart, um zusammen mit anderen Menschen etwas für die eigene Fitness und die Gesundheit zu tun, auch die Sportvereine treffen die Maßnahmen hart.

Mit Forderungen nach einer nachhaltigen Entschädigung und einer differenzierteren Behandlung im Rahmen der Corona-Einschränkungen schlugen die Topsportvereine in der Metropolregion Hamburg in der vergangenen Woche angesichts von Mitgliederschwund und finanziellen Verlusten Alarm. Auch der Niendorfer Turn- und Sportverein (NTSV) gehört zu diesem Zusammenschluss der 29 Großsportvereine. Während sich viele Mitglieder während des ersten Lockdowns noch solidarisch zeigten, führt der aktuelle Lockdown beim NTSV und anderen Vereinen inzwischen zu einem Mitgliederverlust von rund zehn Prozent. „Neue Mitglieder können wir derzeit zudem verständlicherweise nicht gewinnen“, betont der Vorsitzende Nils Kahn.

Aus finanzieller Sicht werde der NTSV aus dem Jahr aber noch „recht passabel“ herauskommen, da bereits im Frühjahr gegengesteuert wurde. „Um den Verein als wichtigen Bestandteil des Stadtteils mit seiner gesamten Vielfalt langfristig zu erhalten, wäre dabei eine Reduzierung der Mitgliedsbeiträge nicht kompensierbar“, ergänzt Geschäftsführer Mike Schreiber: „Glücklicherweise haben wir viele loyale und treue Mitglieder und appellieren auch weiter an den Solidargedanken.“ „Sollten sich die Mitgliedszahlen in 2021 weiter verschlechtern, dann werde aber auch der NTSV auf finanzielle Unterstützung angewiesen sein, betont Kahn.

Bereits jetzt fordern die Topsportvereine nach dem harten Lockdown einen Stufenplan zur Wiederaufnahme des Sports. Dieser solle die Nähe des körperlichen Kontakts bei den unterschiedlichen Sportarten sowie die Voraussetzungen der jeweiligen Sportstätten und Hygienekonzepte berücksichtigen. Außerdem, so die Forderung, müsse er auch den Bedürfnissen und Dringlichkeiten der unterschiedlichen Zielgruppen (Kinder und Jugendliche, Gesundheits- und Reha-Sport) gerecht werden. kh

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