Auch für die geplanten Schulen in Schnelsen und Lokstedt sind Namensvorschläge eingegangen
Foto: BSB/Albrecht

Jan-Fedder-Schule oder Campusschule?

Ideenwettbewerb: Viele Namensvorschläge

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Bis 2030 entstehen in Hamburg 44 neue staatliche Schulen, darunter jeweils eine Campus-Stadtteilschule in Schnelsen und in Lokstedt. In einem Ideenwettbewerb hatte die Schulbehörde Bürger/-innen dazu aufgerufen, Namensvorschläge zu machen (das Wochenblatt berichtete). Die Ergebnisse liegen jetzt vor.

Mit Campus-Stadtteilschule „Schnelsen“, „Schnelsen-Nord“ und „Burgwedel“ sind insgesamt nur drei standortspezifische Vorschläge eingegangen. In der hamburgweiten Auswertung, die auch für die geplanten Schulen in unseren Stadtteilen Gültigkeit hat, liegt der 2019 verstorbene Schauspieler Jan Fedder als Namensgeber weit vorn, Platz zwei belegt die Politikerin Elisabeth Seibert, die sich erfolgreich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau im Grundgesetz eingesetzt hat. Auch Loki Schmidt, Astrid Lindgren und Heidi Kabel gehören zu den häufigsten Namensvorschlägen – insgesamt gingen gut 1200 bei der Schulbehörde ein. „Ich freue mich, gemeinsam mit allen Beteiligten aus der Fülle dieser Vorschläge zu schöpfen und bin gespannt, welche Namen die neuen Hamburger Schulen bekommen“, so Schulsenator Ties Rabe: „Ein guter Schulname prägt eine Schule und stiftet Identität.“

Zugleich könne der Name Würdigung einer vorbildlichen (bereits verstorbenen) Persönlichkeit sein. Ob letzteres in Schnelsen und Lokstedt der Fall sein wird, bleibt vorerst aber noch offen. Unter Einbeziehung weiterer Meinungen, zum Beispiel der Gründungsschulleitung, trifft die finale Entscheidung dann die Schulbehördenleitung. Aktuell sind in unseren Stadtteilen alle Grundschulen und Gymnasien nach Straßennamen benannt. Ausnahmen bilden die beiden Stadtteilschulen: In Niendorf verweist der Name auf den Stadtteil, in Schnelsen auf eine Persönlichkeit – den Sozialdemokraten und Widerstandskämpfer Julius Leber. kh

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