Die zentrale Stelle in Hamburg-Wandsbek soll auch das Gesundheitsamt Eimsbüttel entlasten Foto: Freie und Hansestadt Hamburg

Sozialbehörde unterstützt Gesundheitsämter

Weitere Mitarbeiter zur Entlastung

Archiv| Views: 133

Bei den Gesundheitsämtern kommen weitere Mitarbeiter zur Entlastung zum Einsatz, unter anderem die Sozialbehörde unterstützt Gesundheitsämter

„Als ich in der vergangenen Woche vom ‚Corona-Chaos im Gesundheitsamt‘ las, habe ich mich spontan dort gemeldet um meine Hilfe anzubieten“, sagt Kerstin Benkel aus Schnelsen, staatlich geprüfte Erzieherin und auf der Suche nach einer neuen Arbeit.

Allerdings wurde sie mit dem Hinweis, dass nur Menschen mit medizinischem Hintergrund gesucht werden, abgewiesen. Verstehen kann das die Mutter einer 8-jährigen Tochter nicht. „Meine Freundin kommt aus der Altenpflege. Sie wurde vom Amt gleich genommen“, so Benkel: „Warum ich einen medizinischen Hintergrund benötige, um mit Menschen zu telefonieren und darüber zu informieren, dass sie sich nach einem Kontakt mit nachgewiesenen Infizierten in Quarantäne begeben sollen, ist mir nicht klar. Das konnte mir die Dame am Telefon auch nicht erklären.“

Seit Kurzem helfen über 20 Soldatinnen und Soldaten sowie Bundeswehr-Ärzte im Gesundheitsamt Eimsbüttel bei der Kontaktnachverfolgung. Sie übermitteln Testergebnisse oder telefonieren mit Menschen um ihnen mitzuteilen, wann eine Quarantäne vorüber ist. (Das Niendorfer Wochenblatt berichtete). Zusätzlich hat in der vergangenen Woche in Hamburg-Wandsbek die Einheit Zentrale Unterstützung Kontaktverfolgung (ZUK), bestehend aus 45 Vertreter/-innen der Sozialbehörde, ihre Arbeit aufgenommen.

Diese Einheit soll die Gesundheitsämter entlasten, so Sozialbehördensprecher Martin Helfrich. Vor allem würden von hier Personen telefonisch kontaktiert, die durch den engen Kontakt mit nachweislich Infizierten gegebenenfalls eine Quarantäne antreten müssen. Laut Sozialbehörde sollen in der Zentrale bald bis zu 250 Mitarbeiter tätig sein.

Nicht nur städtische Angestellte, auch Studierende, die gerade auf Jobsuche sind, können sich unter der Adresse zukbewerbung@kasse.hamburg.de bewerben. Als Nicht-Studentin wird dabei für Kerstin Benkel dann wohl trotzdem kein Job herausspringen. Eine Begründung für ihre Ablehnung war bis Redaktionssschluss aus der Sozialbehörde nicht zu bekommen. cc

Comments are closed.