Anwohner Helge Bernin möchte mit einer Unter- schriftensammlung für mehr Verkehrssicherheit sorgen Foto: cc

Kritik an katastrophaler Verkehrslage

Unterschriften für mehr Sicherheit

Archiv| Views: 231

Ein Anwohner hat in Schnelsen jetzt eine Unterschriftenaktion gestartet – nach vielen fruchtlosen Versuchen über Politik oder Verwaltung etwas gegen das Verkehrschaos in einem Wohngebiet in Schnelsen-Südwest zu unternehmen.

Bis zu einer Million Fahrzeuge pro Jahr fahren durch die 30er-Anliegerstraße Puckholm in Schnelsen-Südwest. Das hat Helge Bernin, IT-Anwendungsberater und seit 2007 Anwohner, gemeinsam mit seinen Nachbarn ausgerechnet. „Auswärtiger Pkw- und Lkw-Verkehr, zum Teil aus dem angrenzenden Industriegebiet, aber auch Pendler, die die vierminütige Schrankenschaltung an der AKN Schnelsen, A7 oder auch die A23-Kreuzung Halstenbek Krupunder umgehen wollen, nutzen die Straßen des Wohngebietes“, so der 44-Jährige. „Nicht nur diese Straße, die erst vor Kurzem vollkommen erneuert wurde, leidet unter dem Verkehrsaufkommen, sondern vor allem auch die Menschen, die hier wohnen“, sagt Bernin.

Bei der gemeinsamen Begehung zeigt er auf deutlich sichtbare Risse und Wellen im Straßenbelag und Sprünge in den Gehwegplatten. „Häufig müssen sich zwei entgegenkommende Busse, Lkw oder Pkw über den Bürgersteig ausweichen, das hinterlässt Spuren“, so der Schnelsener. An anderen Querungen zwischen Süntel- und Halstenbekerstraße wurden vor Kurzem neue 30er-Zonen-Schilder, sowie sogar ein Sackgassenschild angebracht. „Warum, weiß hier keiner“, sagt er, „mit uns redet niemand. Auf jeden Fall fahren dadurch jetzt noch mehr Fahrzeuge durch Puckholm.“

Seit 2008 fragt Helge Bernin bei Politik und Behörden nach, ob und wie der Verkehr besser aus dem Wohngebiet zwischen Halstenbeker- und Süntelstraße herausgehalten werden könnte. SPD, Grüne und CDU haben sich um ein Durchfahrtsverbot für Lkw beziehungsweise ein Verkehrskonzept bemüht, dies sei bisher aber an verschiedenen Rahmenbedingungen gescheitert, so der Schnelsener. „Ich wünsche mir neue Impulse von der Politik“.

Wie die Tochter demnächst sicher zur nahegelegenen Grund- oder auch weiterführenden Schule kommen soll, sei Helge Bernin noch nicht klar: „Die Radwege sind zum Teil extrem schmal, streckenweise nicht mehr gekennzeichnet und zudem sanierungsbedürftig. Wir haben Angst um unsere Kinder.“

Unterschriftenaktion auf weAct!
Kurz-URL: https://bit.ly/3k61dDb

CORINNA CHATEAUBOURG

Comments are closed.