Nach und nach lernen die Grundschüler, mit PCs, Laptops und Tablets umzugehen Foto: Grundschule Moorflagen

Digitaler Unterricht

Grundschule Moorflagen rüstet auf

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Die Corona-Einschränkungen zeigen deutlich, dass Schulen einen enormen Aufholbedarf in Sachen Digitalisierung haben. Nach und nach wird aufgerüstet – unter anderem an der Grundschule Moorflagen.

Wie an den meisten Grundschulen lief der Fernunterricht auch an der Niendorfer Grundschule weitestgehend analog – so wurden beispielsweise Arbeitsblätter verschickt oder an der Schule abgegeben. Um für die Zukunft und ein mögliches weiteres Homeschooling besser vorbereitet zu sein, sind jetzt mehrere Maßnahmen notwendig. Die Schulbehörde stellt mit Hardware, Lernsoftware sowie WLAN das notwendige Equipment zur Verfügung (wir berichteten), die praktische Umsetzung liegt jedoch zum größten Teil bei den Schulen selbst. „Auf uns kommen gerade zusätzliche He-rausforderungen zu, die nicht einfach nebenbei zu bewältigen sind“, meint Schulleiter Bert Biehl. So werde zunächst ein Gerätemanagement benötigt, um die Laptops und Tablets einzurichten, Software zu installieren und zu verwalten und sie diebstahlsicher zu machen. Das koste nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld, welches aus dem Schuletat getragen werden müsse.

In einem nächsten Schritt sind die Lehrer gefragt, die Geräte bedienen zu lernen. Zentrale Unterstützung dafür kommt erst nach und nach. „Die dafür notwendigen Schulungen sind zudem sehr gefragt und die Termine knapp“, erläutert Biehl: „Aktuell müssen wir vieles noch alleine umsetzen.“ Das bedeutet auch, dass sich die Lehrkräfte nach der regulären Arbeitszeit die Kenntnisse selbst aneignen müssen.

Der weitere Schritt ist dann, den Schüler/-innen beizubringen, mit den Geräten umzugehen. Dafür wartet die Schule aktuell noch auf einen Installationstermin für das WLAN, damit zumindest ein Teil der Klassen damit arbeiten kann. Berücksichtigt werden muss zudem die Frage, ob auch in allen Familien zu Hause die Möglichkeit besteht, an einem digitalen Fernunterricht teilnehmen zu können.

„Das Thema ist sehr komplex und im Hauruckverfahren auf uns zugekommen“, erklärt Biehl: „Wir sind zwar auf dem Weg zum digitalen Unterricht, aber noch längst nicht am Ziel.“ kh

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