Der aktuelle Entwurf des Gebäudes in Niendorfs Zentrum Grafik: P-S-A

Baumaßnahmen vorerst gestoppt

Keine Baugenehmigung für Gebäude An der Lohe

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Nachdem die Baumaßnahmen an der Straße An der Lohe, Ecke Paul-Sorge-Straße für den neuen großen Gebäudekomplex bereits begonnen hatten, wurde die Baustelle Ende Oktober aufgrund der noch fehlenden Baugenehmigung vorläufig stillgelegt.

Bereits Anfang des Jahres sorgte die Nachricht, dass der bestehende Gewerbe- und Wohnkomplex in zentraler Niendorfer Lage verkauft wurde und alle Mieter raus mussten, für Wirbel. Das Gebäude ist mittlerweile abgerissen, die Mieter haben neue Räumlichkeiten gefunden. Im Mai hat die P-S-A Projektsteuerungsgesellschaft als neue Eigentümerin einen Bauantrag für den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 18 Eigentumswohneinheiten und Tiefgarage beantragt.

„Das geplante Gebäude ist ein Riesenklotz, der die zulässige Baulänge sowie die Geschoss-anzahl überschreitet“, meint der benachbarte Eigentümer Ronald Wolff, der sich für den Baustopp eingesetzt hat. „Wenn das Haus tatsächlich so errichtet wird, ist das nur der Stein des Anstoßes, dass bald die gesamte Paul-Sorge-Straße in ähnlicher Weise zugepflastert wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Niendorfer das wollen.“

Gemäß des geltenden Bebauungsplans Niendorf 12 ist an dieser Stelle eine Bebauung in zweigeschossiger Ausweisung möglich. Errichtet werden soll jedoch ein Gebäude mit drei Vollgeschossen. „Das Bauvorhaben ist in der beantragten Form nicht genehmigungsfähig“, erklärt Kay Becker, Pressesprecher beim Bezirksamt Eimsbüttel. Da gleichwohl mit der Ausführung begonnen worden sei, habe die Bauaufsicht die Arbeiten untersagt.

„Die Baustelle wurde vollkommen zu Recht geschlossen“, räumt Ingo Fischer, Geschäftsführer der P-S-A, ein. „Nach dem Abriss hätten wir nicht weitermachen dürfen.“ Er merkt dazu jedoch an, dass sich direkt daneben sogar ein viergeschossiges Gebäude befinde. „Wir warten nun auf die offizielle Stellungnahme, um dann zu ändern, was nötig ist.“

„Sobald uns genehmigungsfähige Unterlagen sowie die erforderlichen bautechnischen Nachweise zu Standsicherheit, Wärmeschutz und Energieeinsparung vorliegen“, so Becker, „kann eine Genehmigung erteilt und die Stilllegung der Baustelle wieder aufgehoben werden.“ kh

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