Der B-Plan Niendorf 93 betrifft auch einen Teil der Paul-Sorge-Straße Foto: kh

Wegeverbindung und maßvolle Verdichtung

Das sieht der B-Plan-Entwurf Niendorf 93 vor

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Zusätzlich zu einer maßvollen Nachverdichtung sieht der B-Plan Niendorf 93 eine verbesserte Einbindung in das grüne Wegenetz vor: Entlang des Schippelsmoorgrabens soll langfristig eine Grünverbindung entstehen.

Als Teil des übergeordneten grünen Netzes der Stadt Hamburg und gemäß den „Leitlinien zur lebenswerten kompakten Stadt“ ist dafür im Bereich zwischen Paul-Sorge-Straße und Wendlohstraße ein durchgehender Weg als grüne und schnellere Querverbindung für Fußgänger und Radfahrer geplant, die eine seit Jahrzehnten bestehende Lücke in der Grünverbindung am Schippelsmoorgraben schließen soll. Geschaffen werden sollen zudem Querzuwegungen bis zur Joachim-Mähl-Straße sowie über die Straße Sees-rein bis zum Graf-Anton-Weg. Für die Realisierung dieser Planung ist aber die Inanspruchnahme privater Grundstücksflächen nötig.

„Sorgen über mögliche Enteignungen oder eine unfreiwillige öffentliche Nutzung müssen sich Anwohner/-innen jedoch nicht machen“, betont Lutz Schmidt Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses (Die Grünen): „Der Plan eröffnet lediglich die rechtliche Möglichkeit, mittel- bis langfristig diese Wegeverbindung zu schaffen.“ „Die derzeitigen Gebäude genießen Bestandsschutz“, betont auch Kay Becker, Pressesprecher beim Bezirksamt. Mit dem B-Plan sichere sich die Stadt jedoch ein Vorkaufsrecht für diese Grundstücksanteile im Falle eines Verkaufs der Eigentümer.

Rechtliche Bremse
Im Fokus des Plans, der den Bereich zwischen Joachim-Mähl-Straße im Norden, Paul-Sorge-Straße im Osten, Graf-Anton-Weg im Süden und Wendlohstraße im Westen umfasst, steht gemäß des räumlichen Leitbilds „Eimsbüttel 2040“ dabei eine maßvolle Nachverdichtung insbesondere im Nahbereich der U-Bahn-Haltestelle „Joachim-Mähl-Straße“. „Der Plan ist zugleich aber auch eine Präventivmaßnahme, um übermäßiges Nachverdichten hier mit einer rechtlichen Grundlage verhindern zu können“, ergänzt Schmidt.

Sämtliche Bauflächen sollen gemäß des Planentwurfs folgende Bauweisen erlauben: entlang der Paul-Sorge-Straße viergeschossig, an der Wendlohstraße dreigeschossig und an beiden Querstraßen eine maximal zweigeschossige Bauweise.

Bürger/-innen hatten in den vergangenen Wochen Zeit, sich in einer frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Planungen zu äußern. Die Stellungnahmen werden nun geprüft und im Ausschuss für Stadtplanung sowie in den Fachbehörden beraten. kh

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