Das Sportzentrum am Sachsenweg ist eine der Hallen, in denen die NTSV-Sportler trainieren Foto: Zimmermann

Mehr Aufwand, höhere Kosten

So organisiert der NTSV die Hallensaison in Corona-Zeiten

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Die Organisation der Hallensaison war schon in den vergangenen Jahren schwierig, da es fast überall an Hallenkapazitäten fehlt. Aufgrund der Corona-Pandemie und den aktuell wieder hohen Infektionszahlen stehen die Vereine in dieser Saison aber vor einer Herkulesaufgabe.

Der Niendorfer TSV ist jedoch optimistisch, diese Aufgabe zu bewältigen und sieht sich auf einem guten Weg „Wir sind froh, dass alles wieder angelaufen ist“, sagt Lukas Rieper, Assistent der Geschäftsführung beim NTSV.

Bis dahin war es ein komplizierter Weg. So erschwerten beispielsweise die Zehn-Personen-Regel und ein vorgeschriebener Mindestabstand von 2,5 Metern die Organisation des Kinderturnens. Vieles, was sonst drinnen stattfand, wurde aufgrund der Pandemie in den vergangenen Monaten nach draußen verlegt. Damit ist es in der kalten Jahreszeit vorbei. Der NTSV ist aber für die Hallensaison gerüstet.

Insgesamt verteilen sich die Niendorfer Sportler auf mehr als 15 Standorte. Damit alle Jugendlichen und Erwachsenen diese Sportstätten nutzen können, musste jede Abteilung in Zusammenarbeit mit der Sicherheitsbeauftragten des Vereins ein Sicherheitskonzept erstellen. „Dahinter steckt sehr viel ehrenamtliche Arbeit“, berichtet Rieper.

Die wird auch in den kommenden Monaten benötigt. So müssen beispielsweise in den Wintermonaten die Bälle regelmäßig desinfiziert werden. Zudem werden die Daten von Sportlern, Trainern und Besuchern aufgenommen.

Die Sicherheit verursacht nicht nur Aufwand, sondern kostet auch einiges. Desinfektionsmittel, Plexiglaswände, zusätzliche Aufträge für eine externe Reinigungsfirma – der NTSV muss viel Geld aufbringen, um die Vorgaben der Stadt Hamburg zu erfüllen und die größtmögliche Sicherheit für seine Sportler zu gewährleisten. Steigende Kosten, obwohl es in Corona-Zeiten schwierig ist, die Mitgliederzahl konstant zu halten – das ist ein Balanceakt. „Uns fehlen vor allem die Neueintritte“, berichtet Rieper.

Die Corona-Pandemie stelle die hauptamtliche Verwaltung und die ehrenamtlichen Helfer vor zahlreiche Herausforderungen, so der Assistent der Geschäftsführung. Er sei aber optimistisch, dass diese bewältigt werden. „Wir haben keine Angst, gehen aber bewusst mit der Situation um“, sagt Rieper. Jeder könne seinen Teil dazu beitragen, dass das Risiko einer Infektion möglichst gering bleibt. lzi

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