Wirklich notwendig? Einige Niendorfer stellen die Notwendigkeit einer Neugestaltung in Frage Foto: kh

„Es gibt eine Alternative direkt daneben“

Angstraum-Beseitigung stößt auf Unverständnis

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Die Forderung nach einer Neugestaltung des kleinen Fußwegs zwischen den Straßen An der Lohe und Tibarg zur Beseitigung eines  „Angstraumes“ stößt bei einigen Niendorfern auf Unverständnis.

„Es handelt sich hierbei nicht um einen offiziellen Weg, sondern um einen Trampelpfad, der von gehfaulen Bürgern als Abkürzung geschaffen wurde“, meint beispielsweise eine Leserin. „Der richtige Weg ist gepflastert und befindet sich entlang der Häuserzeile nur wenige Meter direkt daneben.“ Einen zusätzlichen Weg zu schaffen, ergebe ihrer Meinung nach keinen Sinn.

„In Erwägung zu ziehen, einen Behindertenparkplatz zu verlegen, der wohl aus berechtigten Gründen dort entstanden ist, ist ebenfalls unnötig“, so der Kommentar einer weiteren Leserin. „Die Steuergelder könnten an anderen Stellen sinnvoller eingesetzt werden.“

Schonende Grüngestaltung
Eine offizielle Unfall- oder Gefahrenlage liegt der Polizei an betreffender Stelle nicht vor. Bei dem gepflasterten Weg handelt es sich jedoch um einen Gehweg, auf dem das Radfahren verboten ist.

Damit Radfahrer hier künftig auch offiziell fahren dürfen und um brenzlige Situation zwischen Radfahrern und Fußgängern zu vermeiden, sollen gemäß des Antrags der SPD-Fraktion sogar zwei separate Radstreifen geschaffen werden. „Die Idee, den Stadtraum gleichzeitig mit einer schonenden Grüngestaltung unter Erhalt der Bäume zu verschönern, macht die Nutzung nur komplexer“, sagt Ines Schwarzarius, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Bezirksfraktion Eimsbüttel. Ängste und Angsträume seien eine sehr individuelle Angelegenheit, die je nach Nachfrage ganz unterschiedlich beantwortet werden. „Städtebauliche Maßnahmen, wie eine bessere Beleuchtung oder das Abschaffen von düsteren Ecken sind ein gutes Beispiel, damit sich jeder frei und ohne Angst in seiner Stadt bewegen kann“, so Schwarzarius weiter. Mit ihrem bewusst offen formulierten Antrag im Regionalausschuss Niendorf/Lokstedt/Schnelsen werde die Verwaltung zunächst nur darum gebeten, die Möglichkeiten zur Umgestaltung des Bereichs vorzustellen. Dazu gehört unter anderem auch eine Prüfung zur Verlegung des Behindertenparkplatzes, aus dem auch zwei werden könnten, an zentralerer Stelle an der Straße Tibarg. Schwarzarius: „Anwohner/-innen können sich gerne mit Vorschlägen konstruktiv einbringen und den Prozess begleiten.“ kh

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