Quartiersmanagerin Annika Saß mit Kay Gätgens, Udo Jansen, Christoph Thiele und Mareike Menzel (von links)

Gemeinsam stärker im Quartier

Händlergemeinschaften trotzen der Corona-Krise

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Stadtteilzentren kommen besser durch die Corona-Krise. Das ergaben die Gespräche, die Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (SPD) im August und September mit Händlergemeinschaften in Eimsbütteler Quartieren führte. Mit dabei waren das Herz von Schnelsen und der BID Tibarg. Lockdown, leere Straßen, Homeoffice, Maskenpflicht­ – die Läden und Geschäfte haben in Corona-Zeiten mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen­.

Bezirksamtsleiter Kay Gätgens hat mit Bezirkswirtschaftsförderer Christoph Thiele die vier Zentren Tibarg, Osterstraße, Frohmestraße und Eppendorfer Baum besucht und mit den Quartiersmanagerinnen und den Werbe- und  Interessengemeinschaften diskutiert. Auch die Eimsbütteler Zentren hatten unter dem Lockdown zu leiden.  „Corona-Gewinner gab es nicht“, sagte einer der Einzelhändler.

Diese gemeinsame Durststrecke ließ jedoch alle enger zusammenrücken, der Informationsaustausch klappte besser, viele entwickelten kreative Lösungen, um überhaupt Umsätze zu generieren: Zum Beispiel Abholservices im Geschäft oder Sammelabholstellen für Online-Bestellungen. Restaurants stellten auf Liefer- oder Abholdienste um. Wer konnte, erweiterte seine Außengastronomie und profitiert von der Gebührenbefreiung des Bezirks. Alle Werbe- und Interessengemeinschaften waren sich einig, dass den Einkaufsstraßen ihre Stammkunden aus dem Viertel erhalten geblieben sind und es nun langsam wieder aufwärts gehe. Bezirks-amtsleiter Kay Gätgens gewann den Eindruck, dass sich die gewachsenen Zentren mit ihrer kleinteiligen gemischten Nutzungsstruktur aus Einzelhandel, Dienstleistung und Gastronomie als flexibler erweisen und der Krise besser trotzen können als die Innenstadt oder große Einkaufszentren. „Das zeigt noch einmal, wie wichtig die Stadtteilzen-tren für die Menschen sind und welch hohe Bedeutung sie für die Nahversorgung in Corona-Zeiten haben. Im Rahmen unseres Konzeptes Eimsbüttel 2040 haben wir uns vorgenommen, die urbanen Zentren weiter aufzuwerten und zu stärken“, so Gätgens.

Das sagen die Quartiersmanagerinnen
„Der starke Zusammenhalt der „Herz von Schnelsen“–Gemeinschaft hat zur Bewältigung der Corona–Krise immens beigetragen. Mithilfe des initiierten Lieferservice rund um die Frohmestraße konnten die Kunden weiterhin versorgt werden. Im Namen aller Mitglieder geht ein großes Dankeschön an die treuen Schnelsener und die Kunden, die dem Standort auch weiterhin mit ihren Besuchen und Einkäufen den Rücken stärken“, resümiert Annika Saß, Quartiersmanagerin Frohmestraße. Ihre Kollegin Nina Häder vom BID Tibarg bilanziert: „Die aktuelle Situation ist eine große Herausforderung für unsere Zentren und natürlich auch für den Tibarg. Mehr denn je müssen wir uns für die Lebendigkeit unserer Standorte einsetzen. Die Bedeutung von Erlebnis, Nähe, Authentizität, Verbundenheit sowie Regionalität und Lokalität wächst bei den Menschen. Hier können wir punkten. Das ist eine große Chance für die Zukunft unserer Stadtteilzentren.“ mf

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