Die stark frequentierteJulius-Leber-Schule würde durch eine Campus-Schule entlastet werden Foto: kh

Jetzt werden die Weichen gestellt

Bezirk findet Standort für Campus-Schule Schnelsen

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Eine der 40 geplanten sogenannten Campus-Schulen in Hamburg bekommt Schnelsen. Jetzt steht auch der zukünftige Standort fest: Westlich der Holsteiner Chaussee und südlich des Ellerbeker Weges soll die neue Schule entstehen. Dies wurde in der vergangenen Woche im bezirklichen Stadtplanungsausschuss mitgeteilt.

„Ich freue mich, dass ein passender Schulstandort gefunden wurde!“ so Bezirksamtsleiter Kay Gätgens. „Eimsbüttel ist ein wachsender Bezirk und wir stehen vor der Aufgabe, dass auch die soziale Infrastruktur mitwachsen muss. In einem verdichteten Bezirk ist dabei die Suche nach einem geeigneten Standort nicht einfach.“ Nach Gätgens Aussage wurde versucht die verschiedenen fachlichen und politischen Anforderungen unter einen Hut zu bekommen. „Der Bau einer Schule ist eine Jahrhundertaufgabe. Wir stehen ganz am Anfang“, so der Bezirksamtsleiter.

Außer dem Neubau eines Schul-Campus mit Platz für bis zu sieben Zügen, sind auch Sporthallen, Außensportflächen, Grünwegeverbindungen und eine Anpassung der Wohnbebauung vorgesehen. Die neue Campus-Schule wird einen gymnasialen Zweig und einen Zweig in Form einer Stadtteilschule bekommen.

Seit langem sorgt die Schulsituation für Unzufriedenheit. Es gibt keine weiterführende Schule und die Kinder und Jugendlichen müssen weite Wege bis zur stark ausgelasteten Julius-Leber-Schule oder nach Niendorf auf sich nehmen. Zusätzlich wächst die Bevölkerung in Schnelsen weiter und aufgrund der positiven Geburtenrate steigt der Anteil an Kindern und Jugendlichen mittel- bis langfristig plus 25 Prozent in der Planungsregion Eidelstedt/Schnelsen.

Jetzt sollen zunächst die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Schulentwicklung geschaffen werden. Hierfür hat das Bezirksamt Eimsbüttel das Verfahren für den Bebauungsplan Schnelsen 97 mit der öffentlichen Aufstellungsinfo gestartet. Die Gestaltung soll in einem Wettbewerb definiert werden. Verschiedene Formate der Beteiligung sind für die Öffentlichkeit vorgesehen. Noch im Oktober soll es einen Infotermin für direkte Nachbarn geben. cc

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