„Unsere jungen Spieler haben sich enorm weiterentwickelt“, sagt Stealers-Coach David Wohlgemuth Foto: lzi

Hungrige Talente anstatt teurer Stars

Stealers-Baseballer setzen auf den Nachwuchs

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Platz fünf und dazu eine ausgeglichene Bilanz von sieben Siegen und sieben Niederlagen – die in Niendorf beheimateten Hamburg Stealers schlossen die abgelaufene Saison der Baseball-Bundesliga mit einem Mittelfeldplatz ab. Damit hat das junge Team von Trainer David Wohlgemuth seine Ziele erreicht und kann in den kommenden Jahren den Sprung in die Spitzengruppe anpeilen.

„Unsere jungen Spieler haben sich enorm weiterentwickelt“, lobt Wohlgemuth. Die Umstände waren aufgrund der Corona-Pandemie außergewöhnlich. Training war anfangs nur in Kleingruppen möglich und die komplette Spielzeit musste innerhalb weniger Wochen abgewickelt werden. Dazu gingen Sponsoren- und Zuschauereinnahmen zurück. Wohlgemuth war im Dauerstress, weil er nicht das gesamte Team zusammen, sondern über den Tag verteilt die einzelnen Gruppen trainieren musste. Immerhin blieb so mehr Zeit für die individuelle Förderung einzelner Akteure. Die Stealers ließen sich von den Widrigkeiten jedoch nicht beeindrucken und lieferten solide und teilweise sogar herausragende Leistungen ab. Und das, obwohl gleich mehrere Akteure ihre ersten Schritte in der höchsten deutschen Spielklasse machten.

Bis an die Spitze
Die Erfolge zeigen, dass das Konzept des Vereins aufgeht. Hungrige Talente anstatt teure Söldner – diese Strategie zahlt sich aus. Die Gründung der Elbakademie ist damit schon nach kurzer Zeit eine Erfolgsgeschichte. Die Akademie ermöglicht es, einheimische Talente zu fördern und an die nationale Spitze zu bringen. Da Wohlgemuth sich um die Bundesligaakteure und den Nachwuchs kümmert, ist der Übergang vom Jugend- in den Erwachsenenbereich fließend. In der abgelaufenen Saison waren die Talente aus der Elbakademie nach Auffassung des Trainers nicht nur Mitläufer. Sie schafften es sogar, einzelne Spiele zu prägen. Wohlgemuth beeindruckte vor allem der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. „Der Teamgeist war hervorragend“, erklärt der Coach. Allen sei bewusst gewesen, dass sie nur gemeinsam gewinnen können. Die engagierte Nachwuchsarbeit erregt auch außerhalb Hamburgs Aufsehen. So hat Simon Bäumer den Sprung an ein College in Florida und damit ins gelobte Baseball-Land USA geschafft.

Die positive Entwicklung ist für Wohlgemuth aber kein Grund, sich zu zurückzulehnen. In den kommenden Jahren sollen weitere Talente den Sprung nach oben schaffen. Zudem sollen mehr Hamburger Akteure als bisher für die Junioren-Nationalmannschaften nominiert werden. Der Trainer glaubt, dass die jungen Spieler von den in der abgelaufenen Saison gesammelten Erfahrungen schon sehr bald profitieren werden und die Stealers demnächst in der Tabelle in höheren Gefilden zu finden sind. „Wir werden die Früchte unserer Arbeit im kommenden Jahr ernten“, sagt Wohlgemuth. lzi

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