Die Nachfolgerin der abgebrannten Tauschbox soll in die Grelckstraße ziehen

Die Nachfolgerin der abgebrannten Tauschbox soll in die Grelckstraße ziehen
Foto: privat

Die Tauschbox kommt wieder

Nach dem Brand neuer Standort Grelckstraße

Archiv| Views: 179

Im Oddernskamp Ecke Hagendeel wurde vor einem Jahr eine Tauschbox errichtet, die sich größter Beliebtheit erfreute. Bis sie im Dezember abbrannte. Nun ist eine neue in Planung. Der Schock über den Brand am 30. Dezember letzten Jahres, der nicht nur die beliebte Tauschbox sondern auch Teile ihres Wohnhauses zerstörte, sitzt noch tief bei Malis Pruns von freinart.

Von mutmaßlichen Brandstiftern wollen sie und ihre Kollegin Anna Clarks sich aber nicht einschüchtern lassen und planen nun eine neue Box in der Grelckstraße. „Das Bezirksamt hat bereits eine Sondernutzung genehmigt, nun geht es um den genauen Standort, die Gestaltung und das Material“, erklärt Malis Pruns. Noch ist die Box ihr privates Projekt, eine Förderung will sie aber beantragen. Pruns Wunschstandort wäre die freie Fläche an der Ecke neben der Lottoannahmestelle. Aber auch ein anderer Standort oder ein Parkplatz in der Grelckstraße während der Verkehrsversuche wären denkbar. Zustimmung kommt auch von der Zukunftswerkstatt Lokstedt und zahlreichen Nachbarn.

„Die geplante Tauschbox wird ein weiterer Anziehungspunkt in der Grelckstraße sein“, freut sich Uwe Reimer von der Zukunftswerkstatt. „Soziale Kontakte werden gefördert, Nachbarn kommen ins Gespräch, wenn sie zur Tauschbox kommen. Auf diese Weise wird für Nachhaltigkeit gesorgt. Wiederverwenden statt wegwerfen ist das Gebot der Stunde.“
„Wenn die Tauschbox als Gemeinschaftsprojekt wahrgenommen wird, passt auch die Nachbarschaft auf sie auf“, hofft Malis Pruns, die auch eine Gruppe für Ehrenamtliche einrichten wird, die sich um die Sauberkeit und Pflege der Box kümmern. Um die neue Box vor Brandstiftung zu schützen, wird derzeit noch das Baumaterial diskutiert. Auch eine abschließbare Tür ist im Gespräch.

Eine Box für alle
In der Tauschbox, die eine Größe von etwa zwei Telefonzellen hatte, haben die Lokstedter Dinge abgestellt, die sie nicht mehr brauchten und gern verschenken wollten. Und jeder war eingeladen, hier nach Büchern, Kleidung, Haushaltsarktikeln und weiteren Schätzen zu stöbern. Diese Idee kam bis zum Brand im Dezember bestens an: In der Box herrschte täglich ein reger Betrieb. Für viele Passanten wurde der Stopp an der Tauschbox zur liebgewonnenen Routine. mf

Comments are closed.