Durch den Bezirk ziehen sich insgesamt 800 Straßen Foto: mf

Zu wenige Warte für zu viele Wege

Viele Schäden unbearbeitet – Besserung in Sicht

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Auf Antrag der SPD-Fraktion stellte im Regionalausschuss ein Wegewart im August seine vielseitige Arbeit vor. Dabei wurden aber auch Spannungsfelder zwischen der Straßenunterhaltung und der Personalsituation deutlich.

800 Straßen mit einer Gesamtlänge von 490 Kilometern gibt es im Bezirk Eimsbüttel. Das sind über sieben Millionen Quadratmeter Fläche, außerdem Straßengräben mit einer Gesamtlänge von 68 Kilometern. Betreut werden diese von neun Wegewarten. Je drei von ihnen sind drei Wegewartregionen zugeordnet. Einer von ihnen ist Alexander Neve, der im Ausschuss einen Einblick in seine Arbeit gab. Neve begeht monatlich Straßen, Wege und Plätze. Alle zwei Wochen geht er Hauptverkehrsstraßen ab und vierteljährlich Wohnstraßen. 80 bis 100 Kilometer Wegstrecke kommen monatlich zusammen. Dabei ist die Wegeaufsicht über die Überwachung der Verkehrssicherheit hinaus zuständig für Absperrvorrichtungen, Gehwegschäden, Straßenreparaturen, die Herstellung von Gehwegüberfahrten, Unterhaltung und Pflege von Straßengräben, Graffiti oder die Beantragung von Trassenanweisungen. Neben eigenen Beobachtungen erhält die Wegeaufsicht Schadensmeldungen von der Polizei und von Bürgern. 2500 Schäden landeten 2019 bei der Eimsbütteler Wegeaufsicht. Knapp 800 Unterhaltungsmaßnahmen mit einem Volumen von zwei Millionen Euro wurden beauftragt.

„Derzeit haben wir 350 Schadensmeldungen der sogenannten Kategorie 1, die sofortiges Handeln erforderlich machen“, erklärt Bezirksamtsprecher Kay Becker. 1500 Schadensmeldungen warten auf ihre Bearbeitung.

Problematisch ist die personelle Situation. Zwei Revierleitungen sind mangels qualifizierter Bewerber*innen seit November 2019 und Juni 2020 nicht besetzt: „Eine Revierleitung konnte jedoch nun zu September 2020 besetzt werden“, so Becker. „Aufgrund der unbesetzten Stellen ist die Bearbeitungszeit derzeit unbefriedigend. Nun löst sich der Personalengpass langsam auf und die Situation wird sich verbessern.“

Bürger*innen können Schäden online auf www.hamburg.de/melde-michel/, telefonisch über die Behördennummer 115 oder per Mail an mr@eimsbuettel.hamburg.de melden. Die gemeldeten Schäden werden vor allem nach dem Kriterium einer möglichen Gefahrensituation mit Priorität behandelt. mf

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