Die Plattform Airbnb zeigt freie Unterkünfte mit Pro-Nacht-Preisen an Foto: airbnb

Urlaub machen in Niendorf

In Eimsbüttel steigt die Anzahl der Ferienwohnungen

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Mehr als 1 320 Ferienwohnungen gibt es offiziell im Bezirk Eimsbüttel. Diese müssen nach der Änderung des Hamburger Wohnraumschutzgesetzes seit dem 1. April 2019 registriert werden.

Bei Angeboten und Werbung muss die Wohnraumschutznummer angegeben werden. Die Fraktion Die Linke fordert, die Anzahl der Ferienwohnungen regelmäßig der Bezirksversammlung vorzulegen, um einen großräumigen Entzug der Ferienwohnungen vom Wohnungsmarkt erkennen zu können. Ein stilvolles Landhaus in Niendorf, ein Loft in Lokstedt oder eine großzügige Drei-Zimmer-Wohnung in Schnelsen finden Hamburg-Urlauber unter vielen weiteren Angeboten auf Plattformen wie Airbnb oder FewoDirekt.

Auf eine kleine Anfrage der Linken vom Juli diesen Jahres meldete das Bezirksamt für Eimsbüttel 1327 registrierte Ferienwohnungen. Das sind 168 Wohnungen mehr seit der letzten Anfrage im November 2019. Drei dieser Wohnungen befanden sich im November auf ausgewiesenen Gewerbeflächen, 18 Anbieter betreiben mehr als eine Ferienwohnung. Rund 230 entfallen auf die Stadtteile Niendorf, Lokstedt und Schnelsen. Hier kostet eine Nacht zwischen 51 und 183 Euro je nach Objekt.

Im ruhigen Lokstedter Hinterhof finden Urlauber ein Dach über dem Kopf Foto: mf

Nach Aussage des Bezirksamtes prüft die Verwaltung regelmäßig einschlägige Internetseiten und Zeitungsannoncen auf die pflichtgemäße Angabe der Wohnraumschutznummer. Bußgelder seien bisher nicht verhängt worden. „Es handelt sich bei den bisher im Bezirk Eimsbüttel vergebenen Wohnraumschutznummern nicht um Genehmigungen zur Vermietung von ausschließlich zu Ferienwohnungszwecken genutztem Wohnraum, sondern ausschließlich um vergebene „Registrierungsnummern“ an Personen, welche vorgeblich unter der zur Nutzung angegebenen Adresse auch ihren Lebensmittelpunkt haben“, stellt das Bezirksamt klar. Die Wohnung müsse als Hauptwohnsitz beim Kundenzentrum angemeldet sein oder es muss sich um eine Fläche handeln, die baurechtlich nicht als Wohnraum ausgewiesen ist. Eine Vermietung von Wohnraum darf nur in der Hauptwohnung stattfinden und muss weniger als 50 Prozent der Gesamtwohnfläche betragen oder auf unter acht Wochen innerhalb eines Kalenderjahres beschränkt bleiben. Für Mikey Kleinert von der Fraktion Die Linke bietet der regelmäßige Sachstand „eine Grundlage für Diskussionen, welche Maßnahmen bei einer möglichen Fehlentwicklung ergriffen werden könnten.“ Dafür müsse die Entwicklung aber mindestens ein Jahr lang beobachtet werden. mf

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