Auch in der Osterfeld- straße verläuft die U5 künftig unterirdisch, teils auch unter Häusern Foto: kh

Unterirdisch durch Lokstedt

Das passiert beim Tunnelbau der U5

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Die Planung für den Bau der U5 in Lokstedt steckt zwar noch in den Kinderschuhen. Fragen, Anregungen und auch mal Sorgen der Bürger gibt es aber jetzt schon eine Menge.

„Wie wird gewährleistet, dass die teils sehr alten Häuser in der Osterfeldstraße durch Bohrungen und den Betrieb der U-Bahn nicht beschädigt werden?“, fragte beispielsweise ein Leser beim Niendorfer Wochenblatt nach: „Können zudem Fahrbetriebserschütterungen ausgeschlossen werden?“ Fragen und Unsicherheiten, mit denen der Anwohner nicht alleine dasteht. Zwar wird die U5 auf vielen Strecken unter öffentlichen Flächen gebaut, dass sie aber auch unter Privatgrundstücken herfährt, ist nicht auszuschließen und rechtlich auch zulässig. „Im Bereich Lokstedt wird die U-Bahn mindestens 13 Meter, teilweise bis zu 16 Meter unter der Oberfläche verlaufen“, erklärt Christoph Kreienbaum, Pressesprecher der Hamburger Hochbahn und beruhigt: „Beim Bau direkt unter Häusern wird eine Tunnelbohrmaschine eingesetzt. Da diese etwa zehn Meter pro Tag zurücklegt, besteht die Lärmbelästigung, die vergleichbar mit einer laufenden Waschmaschine ist, daher nur kurzzeitig.“ Das Tunnelbauverfahren sei insgesamt ein oberflächenschonendes, erschütterungs- und setzungsarmes Verfahren. „Für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass es zu Schäden kommt, führen wir vor den Baumaßnahmen ein Beweissicherungsverfahren durch und erfassen mögliche Vorschäden. Durch den Bau entstandene Schäden werden behoben oder ausgeglichen“, so Kreienbaum weiter.

Da die Tunnelröhren mit sogenannten Tübbingen (Betonringen) ausgefüllt und alle Freiräume setzungssicher verpresst werden, komme es im laufenden Betrieb der U-Bahn nicht zu Erschütterungen, beantwortet der Pressesprecher die weitere Frage. Zur Eindämmung von eventuellen Geräuschentwicklungen werde es zudem entsprechende Maßnahmen, zum Beispiel mit Unterschottermatten, geben.

Im Planfeststellungsverfahren haben alle unmittelbar Betroffenen noch die Gelegenheit, sich zu den Maßnahmen zu äußern. Als Ansprechpartner für alle Lokstedter steht zudem der Hochbahn-Beauftragte Florian Kraft (E-Mail florian.kraft@hochbahn.de) zur Verfügung. Weitere Informationen und Online-Dialoge gibt es im Internet auf schneller-durch-hamburg.de. kh

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