Ein neues Rohr soll das Wasserwerk Stellingen mit dem Brunnen in Schnelsen verbinden Foto: Hamburg Wasser

Mehr sauberes Wasser für Stellingen

Darum ist die Mega-Baustelle in Schnelsen nötig

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Seit dem 27. Juli laufen die Arbeiten an der neuen Wasserleitung in der Holsteiner Chaussee. Straßen mussten teilweise gesperrt, Umleitungen eingerichtet werden. Aber was wird dort eigentlich gebaut?

„Um die Trinkwasserversorgung der Stadt langfristig zu sichern, gehört der Erhalt und Neubau von Trinkwasserleitungen und Brunnen zu unseren elementaren Aufgaben“, erklärt Sabrina Schmalz, Pressereferentin von Hamburg Wasser. „In der Holsteiner Chaussee wird eine Leitung gebaut, um die bestehenden drei Brunnen und den im Januar neu erschlossenen Brunnen im Ellerbeker Moordamm in Schnelsen mit dem Wasserwerk in Stellingen zu verbinden.“ Hier entsteht eine 2,85 Kilometer lange neue Leitung, mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern. Nötig sei diese Maßnahme, da Hamburg eine wachsende Stadt sei und auch in Stellingen der Bedarf an Wasser zum Duschen, Kochen, Gießen und natürlich Trinken wachse, so Schmalz.

In der neuen Leitung wird sogenanntes Rohwasser transportiert, in dem noch Eisen und Mangan enthalten sind. Im Wasserwerk von Stellingen werden diese Metalle herausgefiltert. Mit einem sinkenden Grundwasserspiegel oder dem Klimawandel hätten die Maßnahmen nichts zu tun, betont die Sprecherin auf Nachfrage des Wochenblatts. „Hamburg geht es sehr gut. Die Stadt hat gute Grundwasservorräte, da sich Regenwasser in den Wintermonaten, zwischen Oktober und März in den grundwasserführenden Erdschichten speichert.“ cc

Die Verkehrsführung für die Bauarbeiten von Hamburg Wasser gilt voraussichtlich bis November 2020. Anschließend finden in der Holsteiner Chaussee Bauarbeiten vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässern statt. Die Gesamtmaßnahme endet voraussichtlich im Sommer 2022
Foto: cc

 

 

Infos zur Trinkwasseraufbereitung
Das von Hamburg Wasser geförderte Grundwasser – sogenanntes Rohwasser – ist nach dem Weg durch die unterschiedlichen Bodenschichten frei von Schadstoffen. Es enthält allerdings Stoffe wie Eisen, Mangan, Kohlensäure und Schwefelwasserstoff, die vor der Verteilung des Wassers an die Hamburgerinnen und Hamburger entfernt werden. Eisen und Mangan können sich sonst im Rohrnetz festsetzen und dieses langfristig verstopfen, Kohlensäure wirkt aggressiv und führt zu Korrosion. Schwefelwasserstoff verleiht dem Wasser einen unangenehmen Geruch und Geschmack. Im Wasserwerk wird das Rohwasser daher mit Hilfe natürlicher Prozesse aufbereitet.

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