Wichtiger Knotenpunkt für den öffentlichen Verkehr im Hamburger Nordwesten: die U-Bahnhaltestelle Niendorf Markt Foto: bk

Viel Licht und viel Schatten in Niendorf

Bahnstationen im Test (2): Diesmal die beiden Großen Niendorf Markt und Niendorf Nord

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Über vier ganz unterschiedliche Stationen verfügt der Stadtteil Niendorf auf dem Endabschnitt der Linie U2.

Die Station Niendorf Markt wurde 1985 eingeweiht, und die langjährige Benutzung durch bis zu 20.500 Fahrgäste am Tag ist ihr mittlerweile auch anzusehen. Die Gestaltung wirkt eher düster, die Beleuchtung recht funzelig im Vergleich mit anderen Stationen. Ein dickes Plus ist die Tibarg-Infrastruktur, praktisch sind die vielen Busanschlüsse und die Stadtrad-Station.

Ein dickes Minus gibt es für den Busbahnhof, der sich beim Test mit Zigarettenkippen, viel tristem Grau, abgeplatzter Farbe und einer zerschlagenen Scheibe zeigte – DDR 1988. Man freut sich, wenn der Bus kommt und man den trostlosen Ort verlassen kann.
Arg in die Jahre gekommen ist auch die dortige WC-Anlage. Am Testtag war sie (zumindest bei den Herren) wegen des Gestanks kaum benutzbar, aber die Hamburger Stadtreinigung versicherte, dass die Anlage täglich gereinigt wird. Für Akut-Zustände sind auch Kontaktdaten hinterlegt, um schnelle Reinigung anzufordern. Die Hamburger Hochbahn als Betreiberin der Anlage versicherte dem Wochenblatt eine Sanierung und Neugestaltung im Rahmen der Erneuerung des Busbahnhofs. Pressereferentin Saskia Huhsfeldt: „Die konkreten Planungen dazu starten im nächsten Jahr.“

Über eine moderne Toilettenanlage verfügt seit zwei Jahren die Endstation Niendorf-Nord. Auch Stadräder sind vorhanden, und hier kann in mehrere Buslinien umgestiegen werden. Fahrkarten gibt es an einem Automaten der allermodernsten Generation. Die Infrastruktur ringsherum ist gut, mit Kiosk in der Station sowie mit Supermarkt und vielen Läden bis fast zum Wagrierweg. 9000 Ein- und Aussteiger hat die Station an einem durchschnittlichen Werktag (Zahlen sind von 2019). bk

>>> Demnächst in ist-Folge 3: Die beiden kleineren Niendorfer Haltestellen Schippelsweg und Joachim-Mähl-Straße

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