Hier freuen sich die Fußgänger: Im Krähenweg präsentiert sich eine gepflegte Hecke, die den Gehweg komplett frei lässt Foto: bk

Voluminöse Hecken behindern Fußgänger

Bezirksamt gibt Empfehlungen zum Schnitt

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Auch diesen Sommer bekommt das Wochenblatt Leseranfragen in Sachen „Zuwuchernde Gehwege“ und hat deswegen das Bezirksamt Eimsbüttel um Auskunft gebeten.

„Ein Klassiker“, bestätigte Pressesprecher Kay Becker. Die Rechtsgrundlage bildet Paragraf 23, Absatz 5 im Hamburgischen Wegegesetz: Danach dürfen Zweige erst in einer Höhe von 2,50 Meter bei Geh- und Radwegen in den Luftraum hineinragen. Ein Beseitigen kann außerdem aus Gründen des Verkehrs nötig sein oder wenn die Beleuchtung verdeckt wird.

Nicht alle Gartenbesitzer halten sich an die Vorschrift. So manches Mal wurden die Hecken zu dicht an den Weg gepflanzt und/oder zu wenig gestutzt. Wo der einfache Fußgänger noch hindurchkommt, müssen Rollstuhlfahrer und Leute mit Rollator oder Kinderwagen zwangsläufig auf die Fahrbahn ausweichen.

Beschweren können Bürger sich beim Fachamt Management des öffentlichen Raumes unter mr@eimsbuettel.hamburg oder Tel. 040 – 115. Kay Becker: „Wir schauen uns die Situation vor Ort an und fordern den Eigentümer gegebenenfalls zum Zurückschneiden auf. Macht er das nicht, setzen wir ein Ordnungswidrigkeitsverfahren in Gang.“

Schöner ist es, wenn es ohne Amt und Paragrafen geht. Kay Becker: „Nach unserer Erfahrung ist es aber im ersten Schritt meist erfolgreich, den betreffenden Eigentümer zunächst einmal freundlich anzusprechen und ihn darauf hinzuweisen, dass Rollstuhlfahrer, Kinder oder Ältere sich vielleicht in Gefahr begeben, wenn sie auf die Straße ausweichen müssen.“

Und zu kleinlich solle man auch nicht sein, wenn es nur wenige Zweige sind, von denen keine Gefahr ausgeht. Wichtig ist beim Beschneiden das Beachten der Naturschutzbestimmungen. Von Mitte März bis Ende September dürfen Gebüsche und Bäume nicht beschnitten werden. Kay Becker: „Nur Form- und Pflegeschnitt von Hecken ist jederzeit möglich. Aber auch dort sollte man zuvor prüfen, ob noch Vögel brüten.“ bk

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