Der Schönwetterbahnsteig bei Hagenbecks Tierpark braucht dringend Windschutzwände für norddeutsches Schmuddelwetter

Gute Noten für Lokstedts Haltestellen

Bahnstationen im Test (1): Viel Wind bei Hagenbeck, neue Stadträder am Hagendeel

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Wer in Lokstedt wohnt und die U-Bahnstationen nutzen will, bekommt viel Erfreuliches, braucht aber bisweilen warme Kleidung.

So präsentiert sich die Station Hagenbecks Tierpark mit vielen Busanschlüssen, ordentlicher Toilette und guter Infrastruktur in der Station und im Umfeld, aber bei schlechtem Wetter lässt die Wartequalität zu wünschen übrig. Das meint auch Wochenblatt-Leserin Karola Pauls: „Leider sehr windig und zugig. Es wäre total klasse, wenn es hier Windschutzwände oder Ähnliches gäbe.“

Auf beachtliche 18.000 Fahrgäste kommt die Station werktags (vor Corona), und denen hilft bei norddeutschem Schmuddelwetter nur die Flucht in den Bahnsteigkiosk oder sich mit Mantel, Mütze und Schal nah bei einer Werbetafel aufzuhalten. Vorteil des Draußen-Bahnsteigs: das Sicherheitsgefühl ist besser als bei den unterirdischen Stationen.

Gute Ausstattung, kleine Fahrgastzahlen: Die Station Hagendeel hat vor Kurzem Leihräder von Stadrad bekommen Fotos: Koch

So kann man am menschenleeren Hagendeel zwischen den Zugfahrten in den Tagesrandzeiten in der Stille beinahe eine Stecknadel fallen hören. Die Station im Grünen (nur 4000 Fahrgäste pro Werktag) ist seit anderthalb Jahren endlich barrierefrei ausgestattet und verfügt über eine komfortable Bike-and-ride-Anlage. In Corona-Zeiten präsentiert sie sich mit 144 Stellplätzen (davon 40 in einer Sammelschließanlage) sowie mehreren Schließfächern nicht ausgelastet. Neu hinzugekommen ist vor Kurzem eine Ausleihstation mit Stadträdern an der Kreuzung Liethwisch/Hinter der Lieth.

Am Südrand von Lokstedt inmitten von schon großstädtischer Bebauung befindet sich eine weitere Haltestelle: die Station Lutterothstraße (16.000 Fahrgäste). Plus: der Bahnsteig-kiosk, minus: der schlauchförmige unterirdische Zugang vom Stellinger Weg, eine „Angströhre“, in der es überdies noch stark zieht.

Auffällig ist – anders als bei vielen S-Bahnstationen – bei allen drei Haltestellen der gute Zustand in punkto Sauberkeit. Jeden Tag werde mindestens zweimal geputzt, berichtete Saskia Huhsfeldt von der Hochbahn-Pressestelle: „Dazu gehören unter anderem die Leerung der Abfallbehälter, Reinigung der Böden, des Inventars, der Aufzüge und Treppenanlagen.“ Außerdem werden Graffiti und sonstige außergewöhnliche Verschmutzungen entfernt. Hinzu kommen monatliche Grundreinigungen. bk

Fazit: Wer von Lokstedt aus mit der U-Bahn unterwegs ist,
findet ein gutes Angebot vor. Mit Windschutz wäre es noch besser.
Nächste Folge: Niendorfs U-Bahnstationen

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