Die Grelckstraße soll verkehrsberuhigt werden Foto: mf

Lokstedter Verkehrsversuche

Ab November zeitweise Sperrung der Grelckstraße

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Die Umgestaltung der Grelckstraße zum Stadtteilzentrum ist seit vielen Jahren ein Dauerbrenner in Lokstedt. Am Runden Tisch des Bezirks-amtes entstanden viele Ideen und Wünsche.
Mit Verkehrsversuchen startet die Umsetzung.

Eine höhere Aufenthaltsqualität und Verkehrsberuhigung waren zwei zentrale Ergebnisse des Runden Tisches, die Anfang des Jahres vorgestellt wurden. Aber auch eine gute Verkehrsanbindung war vielen Teilnehmern wichtig (das Wochenblatt berichtete). Innerhalb der Zukunftswerkstatt Lokstedt (ZWL) hatte sich Ende 2018 eine Initiative gebildet, die eine Umfrage mit mehr als 800 Teilnehmern zum Thema Grelckstraße durchgeführt hatte und aus der der Runde Tisch hervorging. Vier Verkehrsversuche in zwei Phasen sollen auf Antrag der Fraktion von CDU und Grünen nun ab November ermitteln, wie sich Anwohner, Nutzer und Gewerbetreibende das Befahren der Grelckstraße in Zukunft vorstellen.

In der ersten Phase von November bis März 2021 wird die Durchfahrt von Montagmorgen bis Freitagnachmittag verboten. Von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht verhindert eine der beiden Straßenschranken die Durchfahrt. In der zweiten Phase von April bis August 2021 ist die Durchfahrt von Montagmorgen bis Freitagnachmittag verboten. Von Freitagnachmittag bis Sonntagnacht wird die Wochenmarktfläche zur Fußgängerzone und durch beide Schranken abgesperrt.

Auf der Fläche können dann auch Veranstaltungen stattfinden. Anlieger und Lieferanten dürfen ihre Ziele in allen Phasen ansteuern. Verkehrszählungen werden die Versuche begleiten. Kritik an dem Antrag, der auch den Auftrag an das Bezirksamt beinhaltet, Pläne für mehr Aufenthaltsqualität und Stärkung des lokalen Gewerbes zu entwickeln, kam aus den Fraktionen von SPD und FDP. „Weder im Runden Tisch noch bei der Online-Umfrage der Zukunftswerkstatt gab es eine Präferenz für die Durchgangssperren. Der Runde Tisch muss auf jeden Fall in die Bewertung der Verkehrsversuche einbezogen werden, denn dort sitzen diejenigen, die von den Veränderungen unmittelbar betroffen sind“, erklärte Ernst Christian Schütt (SPD). Camilla Joyce Thiele (FDP) warf der Koalition vor, die Verkehrsversuche würden das „Kleingewerbe vernichten“. Teilnehmer des Runden Tisches konnten sich aufgrund der Corona-Beschränkungen nur schriftlich im Regionalausschuss melden. Zufrieden äußerte sich auf diesem Wege Uwe Reimer von der ZWL, wünschte sich aber einen engeren Planungshorizont. So sollten die Verkehrsversuche bereits im August beginnen und jeweils nur drei Monate dauern. mf

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