Gewannen den business@school-Nachhaltigkeitspreis: Jon Carlsen, Dominik Dollansky, Hannah Bastian, Lasse Thießen & Moritz Kobler (v.li.o.) Fotos: Business@school

Klimasünden durch Mikrospenden ausgleichen

Fünf Schüler vom Gymnasium Ohmoor gewinnen Nachhaltigkeitspreis mit einer Klima-App

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Zum ersten Mal vergab die internationale Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) einen Preis für die beste nachhaltige Schüler-Geschäftsidee der Bildungsinitiative business@school. Mit einer App für die Kompensation von Klimasünden überzeugten fünf Schüler vom Gymnasium Ohmoor.

„Wir haben uns im Team die Frage gestellt, wie Verpackungsmüll beim Einkauf vermieden werden könnte, ohne gleich den ganzen Supermarkt zu revolutionieren“, erzählt der 17-jährige Teamsprecher Moritz Kobler. Aus dieser Überlegung entstand im Rahmen eines Projektkurses gemeinsam mit Hannah Bastian, Jon Carlsen, Dominik Dollansky und Lasse Thießen die Geschäftsidee „ClimateKARMA“. Die App ermöglicht den Nutzern, Umweltsünden, wie Plastiktüten, Verpackungen oder auch bestimmte Lebensmittel, durch Mikrospenden zu kompensieren.

Die Jury war von der Idee des Ohmoor-Teams überzeugt und lobte ihre App mit dem Nachhaltigkeitspreis aus. „Auch während der aktuellen Covid-19-Diskussionen zeigt das Team, dass auch andere Themen, beispielweise der Klimawandel, weiterhin eine große Rolle spielen“, sagt Juryvorsitzender Alexander Meyer zum Felde, Associate Director bei der Boston Consulting Group: „Die Jugendlichen können so zu einem künftigen kleinen Emissionsausgleich der Verbraucher beitragen.“ Mittelfristig sei die Idee ein wichtiger Aspekt für den ökologisch-gesellschaftlichen Wandel.

Seit vielen Jahren nimmt das Niendorfer Gymnasium mit Schülern der Jahrgangsstufe 11 am business@school-Wettbewerb erfolgreich teil. Erst Anfang Mai erreichte eine Schülergruppe im Landeswettbewerb den zweiten Platz (das Wochenblatt berichtete). Mit der Nachhaltigkeits-Auszeichnung schaffte es das Team um Moritz Kobler nun sogar bis in die Vorrunde des Deutschlandfinales. Außerdem soll es weitergehen. Die Möglichkeit der Kompensation mit einem ständigen Wegbegleiter in Form einer App könne immer relevanter werden für die älter werdende Fridays for Future-Generation, die sich engagiert für den Klimaschutz einsetze, meinen die Schüler. „Wir stehen voll und ganz hinter der Idee und wären auch bereit, bei gegebenem Kapital und noch etwas mehr wirtschaftlicher Erfahrung, die Idee umzusetzen.“ kh

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