Gefährlich für Radfahrer: Der Abschnitt Nähe der Ordulfstraße wurde aber nicht vergessen

Berg- und Talfahrt mit System?

Kleine Umplanung beim Radwege-Bau

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Die Radwege an der Friedrich-Ebert-Straße werden seit einigen Monaten grunderneuert. Ein Abschnitt scheint jedoch übersehen worden zu sein. Oder steckt ein System dahinter?

„Das ist eine Berg- und Talbahn, die einem bei schneller Fahrt fast den Lenker aus der Hand reißt“, meldete sich ein Leser beim Niendorfer Wochenblatt. Ein großer Teil sei bereits saniert und auch sehr gut befahrbar. „Ich verstehe allerdings überhaupt nicht, warum ein Teilstück ab der Ordulfstraße bis etwa zur Hausnummer 32 in diesem schrecklichen Zustand nicht gleich miterneuert wurde?“

Tatsächlich sieht es so aus, als wäre der besagte Abschnitt vergessen worden: Warum der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die Sanierung nicht „Stück für Stück“ vornimmt, erklärt Pressesprecher Henning Grabow: „Grundsätzlich gehen wir natürlich systematisch vor. In der Baustellenrealität kommt es aber immer mal wieder zu unvorhergesehenen Ereignissen und wir müssen dann umplanen.“

Erst muss das Siel unter die Erde
In diesem Fall habe sich erst relativ spät herausgestellt, dass noch eine Sielerneuerung ansteht, die jetzt durch Hamburg Wasser ab Mitte September durchgeführt wird. Direkt danach kann dann auch dieser Abschnitt erneuert werden.

Mit Ausnahme dieses Teilbereichs ist der Radweg auf der nördlichen Seite bereits fertiggestellt. „Für kleine Nacharbeiten entlang der gesamten Strecke hat sich die Baufirma in bestimmten Bereichen bereits Material vorgehalten“, so Henning Grabow weiter. Deshalb liege dieses, bei einigen Bürgern für Verwunderung sorgende Material auch an Abschnitten, die scheinbar bereits fertig sind. Parallel dazu haben diese Woche nun auch die Arbeiten auf der südlichen Straßenseite in Richtung Niendorfer Kirchenweg begonnen.

Über viele Jahre war der Radweg an der Friedrich-Ebert-Straße ein buntes Flickwerk unterschiedlichster Oberflächen in durchgängig schlechter Qualität. Aufgrund von Löchern, Querrillen, Wurzelaufbrüchen und Rissen war die Verletzungsgefahr für Radfahrer hoch – dennoch wurde die geplante Grundinstandsetzung über zehn Jahre immer wieder verschoben. Ab Oktober soll die gefährliche Huckelpiste aber nun endgültig der Vergangenheit angehören. kh

Gefährlich für Radfahrer: Der Abschnitt Nähe der Ordulfstraße wurde aber nicht vergessen

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