Die Hüter der Schätze: Wolfgang Burmester, Gerda Rudolph und Horst Lüthge (v.l.) Fotos: cc

Geschichte wird hier lebendig gehalten

Schularchiv feiert seinen zehnten Geburtstag

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Im Archiv der Grundschule Frohmestraße finden sich Schätze aus längst vergangenen Zeiten. Jetzt feiert es seinen zehnten Geburtstag.

Ein Teleorama ist eine Papier-Peepshow. Mit diesem Guckkasten wurde Menschen bereits im 18. Jahrhundert ermöglicht, optisch tiefer in Bilder einzudringen. Der Vorläufer vom 3D-Kino, sozusagen. Wie ein Teleorama funktioniert und wie es aufgebaut ist, steht auf einer sehr alten Lerntafel, das die Verantwortlichen vom Schularchiv Frohmestraße gerade gefunden haben. Und genau um diese Arbeit – finden, einsortieren und für die Zukunft erhalten – darum kümmern sich Gerda Rudolph, Horst Lüthge, Andreas Wegner und Wolfgang Burmester.

Alte Fundstücke im Archiv der Schule Frohmestraße: Mikroskope, Thermometer, Brennergestelle u.v.m.

Vor zehn Jahren begann die Arbeit der Hüter dieser Schätze: Zur Pensionierung des ehemaligen Schuldirektors Horst Lüthge („Ich hatte noch so viel aufzuräumen“) bedurfte es nur einiger weniger Überredungskünste von Wolfgang Burmester (Schnelsen Archiv) und die Gründung war geglückt. Schnell schlossen sich die inzwischen pensionierte Klassenlehrerin Gerda Rudolph und Andreas Wegener, der ehemalige Hausmeister, mit großem Enthusiasmus an. Einmal im Monat kommen die Vier jetzt zusammen und sichten, sortieren und archivieren das Material. Schulbänke aus dem 19. Jahrhundert, Lerntafeln, Rechenschieber, alte Mikroskope und sogar ein Filmprojektor sind schon zu Tage gekommen. Fast drei Räume sind randvoll mit historisch wertvollem Material. Meistens erinnert sich einer der Vier an die Nutzung der Dinge, manchmal müssen sie erst recherchieren. Auch nach zehn Jahren finden sie noch ganz unglaubliche Dinge. Wie die Lerntafel zum Teleorama. Das Archiv der Schule Frohmestraße ist aktuell zwar nicht zu besichtigen. Daran, dass das irgendwann möglich sein wird, arbeiten die ehrenamtlichen Mitarbeiter jedoch unermüdlich. cc

Schule Frohmestraße
1749 gegründet, 1863 wurde eine zweite Klasse eingerichtet. 1887 wird das Schulhaus total umgebaut. Bis 1886 war die Schule in einem alten Backsteingebäude mit Stallung und Tieren untergebracht. Das Gebäude wurde in den vergangenen 271 Jahren immer wieder umgebaut und erweitert. Weitere Infos zur Geschichte: www.schnelsenarchiv.de/14aschule-geschichte.htm

Bloß nicht wegschmeißen! Wer noch Schätze aus seiner Zeit an der Schule
Frohmestraße hat und diese gern teilen möchte, kann sie gern abgeben.
Auch wenn der Zustand nicht mehr tadellos ist. Kontakt: Tel. 550 77 55

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