Der derzeitige Regen täuscht. In Deutschland wird es immer trockener. Ein Bewässerungskonzept soll Abhilfe schaffen
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Ein enkeltaugliches Bewässerungskonzept

Bäume und Grünflächen vor Trockenheit schützen

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Um künftig besser auf die Entwicklungen der Klimakrise vorbereitet zu sein, hat die Grün-Schwarze Koalition in Eimsbüttel nun einen Antrag zur Erstellung eines ökologischen Bewässerungskonzeptes beschlossen.

Vor allem Neupflanzungen leiden unter Trockenheit Foto: kh

Nach diversen Hitzesommern steht laut Prognosen auch diesen Sommer in Hamburg wieder eine Dürreperiode bevor. Erst im Frühjahr wurden im gesamten Bezirk 350 neue Bäume gepflanzt, da-runter 108 in Niendorf, 86 in Lokstedt und in Schnelsen 15. Die Neuanpflanzungen leiden unter den Klimaveränderungen, da sie auf Wasser in den oberen Bodenschichten angewiesen sind. Negativ hinzu kommt, dass die natürliche Versickerung von Regenwasser durch die meist kleinen, versiegelten oder verdichteten Baumscheiben häufig erschwert wird.

„Wir hängen der Klimafolgenanpassung extrem hinterher. Es gilt, uns den Veränderungen zu stellen und für den Erhalt der Bäume zu kämpfen“, meint Jan Koriath von der Grünen-Bezirksfraktion. Das Konzept soll in ganz Eimsbüttel die Bewässerung der Stadtbäume, Pflanzen und Grünflächen sicherstellen. „Es ist höchste Zeit, den Bezirk auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten und ihn enkeltauglich zu machen“, meint Sascha Greshake der CDU-Bezirksfraktion: „Da das nicht von heute auf morgen geht, braucht es ein kluges und wirkungsvolles Bewässerungskonzept für den Bezirk.“ Durch dieses entstehe Planungssicherung und in der Folge ein effizienterer Einsatz von Personal und Ressourcen, so dass sich die Investition schnell auszahlen könne. kh

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