Die Mauerreste an der Stadt-teilschule Niendorf erfüllen einen ökologischen Zweck Foto: kh

Denkmal oder nur vergessen?

Rätsel um Mauerreste an der Stadtteilschule

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In den vergangenen Jahren ist an der Stadtteilschule Niendorf viel gebaut worden, alte Gebäude wurden abgerissen, neue errichtet. Relikte von alten Schulmauern sind noch heute auf dem Schulhof an der Paul-Sorge-Straße zu finden.

„Auf dem Schulhof im nördlichen Bereich hinter der Aula stehen noch einige Mauerreste“, so ein Leser, der beim Wochenblatt nachfragte: „Soll das ein Denkmal sein? Oder wurden sie bei den Arbeiten einfach nur vergessen?“

Weder noch, kommt die Rückmeldung von der Stadtteilschule Niendorf. „Es handelt sich um Fundamente des ehemaligen Kriechkellers, die wir bewusst stehen gelassen haben“, sagt Schulleiterin Andrea Kühne. Ziel war es einerseits, die Fußabdrücke und Materialien des Abrissgebäudes in den heutigen Freianlagen sichtbar und erlebbar zu machen. Ein Erhalt von weiteren Teilen sei zudem angedacht, aus stati-schen Gründen jedoch nicht umsetzbar gewesen.

Die Mauerreste erfüllen andererseits einen ganz praktischen und ökologischen Zweck – die sogenannten Retetionsbecken werden als Regenrückhalteflächen genutzt. „Dies ist deshalb wichtig, da ein Großteil des Niederschlagswassers auf dem Grundstück zurückgehalten wird und nur stark verzögert in das öffentliche Siel in der Paul-Sorge-Straße eingeleitet werden darf“, erklärt die Schulleiterin. Bei Starkregenereignissen kann das anfallende Niederschlagswasser direkt vor Ort im Boden der Becken versickern. In den betreffenden Bereichen wurden zudem Pflanzen gesetzt, die aufgrund des sich hier stauenden Wassers besonders gut gedeihen. kh

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