Eine von drei noch erhaltenen Deckelvasen, die Gustav Grimm 1927 bemalt hat, ist im Schnelsen-Archiv e.V. von Wolfgang Burmester Foto: cc

Erinnerung an einen Schnelsener Künstler

Neuer Park könnte Gustav Grimms Namen tragen

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Kennen Sie Gustav Grimm? Nein? Aber möglicherweise sind Ihnen bereits die beiden Wandkacheln „Gänseliesel“ und „Trompeter“ rechts und links der Eingangstür am Gebäude in der Wählingsallee 1 aufgefallen? Gemacht wurden sie vom Schnelsener Künstler Gustav Grimm, der seine Werkstatt von 1930 bis 1980 im Flagentwiet 9 hatte.

Bildhauer Gustav Grimm hatte seine Werkstatt in Schnelsen Foto: schnelsenarchiv.de

Aber nicht nur die zwei Wandkacheln aus Terrakotta sind von ihm. In Schnelsen, aber auch darüber hinaus, sind zahlreiche Werke des Bildhauers und Keramikers zu finden. Gerade hat Wolfgang Burmester, Gründer und 2. Vorsitzender des Schnelsen-Archivs, ein wandgroßes farbiges Mosaik, dessen hart gebrannte farbige Keramik von Grimm angefertigt wurde, in der Patriotischen Gesellschaft in der Trostbrücke (Altstadt) ausfindig gemacht.

Im Besitz des Schnelsen-Archivs befinden sich schon ein massiver, schlichter Holzschrank im Bauhaus-Stil sowie eine sogenannte Deckelvase, die vermutlich 1927 von Grimm erarbeitet und bemalt wurde. Von diesen besonderen Vasen existieren insgesamt nur noch drei Stück. Und wer weiß, welche Kunstwerke von diesem Mann, der 50 Jahre in Schnelsen wirkte, noch entdeckt werden?

Dafür, dass dieser Schnelsener Künstler jetzt auf besondere Art und Weise geehrt wird, setzt sich der Verein Schnelsen-Archiv ein. Die Mitglieder um Wolfgang Burmester und Heinrich Flügge, 1. Vorsitzender, sprechen sich dafür aus, dass der Park auf dem Schnelsener-Deckel nach Gustav Grimm benannt wird. cc

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