„Die Stundenpläne für das kommende Schuljahr sind geschrieben“, sagt Peter Bulicke Foto: cc

Endlich Ferien – wie
geht’s dann weiter?

Nach den Ferien sollen alle wieder zur Schule

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Die „großen Ferien“ haben begonnen, Politiker und Hamburgs Schulsenator Ties Rabe haben ihre Pläne für ein „danach“ verkündet. Seit der vergangenen Woche steht fest: Nach den Ferien sollen alle Kinder wieder zur Schule. Die Abstandsregel fällt. Masken werden empfohlen, sind aber nicht Pflicht.

An der Julius-Leber-Schule in Schnelsen wurden die Stundenpläne bereits geschrieben. „Ganz normal“, sagt an seinem vorletzten Arbeitstag Peter Bulicke, kommissarischer und stellvertretender Schulleiter an Hamburgs größter Schule. Rund 1650 Schüler in etwa 66 Klassen werden von Donnerstag, 6. August, an wieder in ihre Klassenräume in der Halstenbeker Straße 41 gehen. Die Schule und alle Lehrer seien gut vorbereitet, so Bulicke, verschiedene Szenarien für einen weiteren Lockdown wurden aber dennoch entworfen. „Gleich in der ersten Woche werden Einzelgespräche mit den Eltern aller neuen fünften Klassen geführt, um die digitale Erreichbarkeit der Kinder zu klären.“ Nicht zu realisieren sei, die Klassen separat zu halten, um eine Durchmischung zu vermeiden. „Das ist zumindest in der Mittel- und Oberstufe durch die verschiedenen Kurse nicht möglich“, sagt der stellvertretende Schulleiter.

Es wurden Desinfektionsspender in allen Klassenräumen, Einwegmasken für Schüler und transparente Visiere für alle Lehrer, die sich damit sicher und wohlfühlen, besorgt und bereitgestellt. An der Julius-Leber-Schule haben – und das sei ein großes Glück – alle Lehrer zugesichert, nach den Sommerferien zu unterrichten. Zum Vergleich: Andere Schulen müssen auf bis zu einem Drittel ihrer Lehrerschaft verzichten.

Neue Nachrichten von der Schulbehörde soll es zwei Wochen vor Ferienende geben. „Die zwei Wochen danach werden dann wieder sehr arbeitsintensiv“, sagt Bulicke und runzelt die Stirn. „Dann gilt es, 2200 Stunden pro Woche, eine Kombination aus Lerngruppe, Raum, Lehrer und Fach zu organisieren. Wenn es große Einschränkungen gibt, werden wir auch dafür eine Lösung finden.“

Bis dahin gilt es, sich nach den anstrengenden vergangenen Wochen für das neue – und vermutlich nicht weniger aufregende – Schuljahr zu erholen. cc

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