Ein starkes Team sind die freiwilligen Helfer der Niendorfer Feuerwehr Foto: FF Niendorf

Wie gewohnt im Einsatz

Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Niendorf in Corona-Zeiten

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Trotz Corona-Virus waren die freiwilligen Helfer der Niendorfer Feuerwehr in den letzten Monaten wie gewohnt im Einsatz. Ganz spurlos sind die Einschränkungen an den Kameraden aber nicht vorbeigegangen.

„Weder im Hinblick auf die Anzahl noch die Art der Einsätze haben wir Veränderungen festgestellt“, meint die stellvertretende Wehrführerin Sara Kleemann. Wie üblich müssen die Helfer etwa ein- bis zweimal pro Woche ausrücken – allerdings mit reduzierter Einsatzstärke. „Anstelle von neun Personen fahren jetzt maximal sechs Personen in Staffelstärke als Mindestbesetzung in einem Fahrzeug mit“, erklärt Wehrführer Tobias Höppner. Verzichtet werden muss auf den Schlauchtrupp und den Melder.

„Die Arbeit wird jetzt von den anderen mitgemacht, außerdem übernehmen nachrückende Kräfte Aufgaben.“ Das Tragen von Mund-Nasen- Masken und das Einhalten der Mindestabstände gilt natürlich auch für die Kameraden, nicht immer sind die Vorschriften jedoch umsetzbar. „Bei Einsätzen ist es schlichtweg nicht möglich, ständig Abstand zu halten“, betont Sara Kleemann: „In diesen Momenten denkt keiner von uns darüber nach, da geht es einfach nur darum, schnellstmöglich zu helfen.“

Aufgrund der Corona-Lockerungen können nun auch wieder Dienstabende mit bis zu zehn Personen stattfinden. „Ein großes Lob an alle Kameraden, die in den letzten Monaten so toll durchgehalten haben“, hebt Tobias Höppner hervor. Dieses Lob gehe auch und vor allem an diejenigen, die nicht zu den Einsätzen durften.

Der für August geplante zweite große Tag der offenen Tür wird zwar ausfallen, aber der große Laternenumzug soll nach Möglichkeit stattfinden. kh

Einsatzbilanz der Niendorfer Wehr
Für die Niendorfer Feuerwehr war das Jahr 2019 vergleichsweise ruhig. Insgesamt mussten die freiwilligen Helfer 126-mal ausrücken (zum Vergleich: 2017 waren es 200 Einsätze). Neben der Beseitigung von Unwetterschäden wurden vor allem Feuer gelöscht.
Zwar gab es weniger Einsätze, aber dennoch auch einige, die den Helfern intensiv in Erinnerung geblieben sind. So begann das Jahr direkt in der Silvesternacht mit einem brennenden Dachstuhl im Kassubenweg. „Prägend war zudem der Unwettereinsatz gemeinsam mit der Schnelsener Wehr, bei dem eine Dame im Vielohweg im Keller von Wassermassen eingeschlossen war und der Wasserspiegel stetig stieg“, erzählt Wehrführer Tobias Höppner. Bei demselben Unwetter stürzte in Schnelsen ein vom Blitz gespaltener Baum in ein Haus. Die Helfer konnten verhindern, dass dieser noch weiter nachsackte, und mussten ihn letztlich entfernen.
Beschäftigt hat die Kameraden außerdem ein Feuer in Schnelsen, bei dem eine ältere Dame ums Leben kam. „Hier zeigte sich, wie wichtig der gute Zusammenhalt innerhalb der Wehr ist“, sind sich die Helfer einig.

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