Der Ausbau der Veloroute 14 umfasst den Bereich zwischen Spanische Furt und Heidlohstraße Grafik: wb (Kühn)

Schnelsen wird fahrradfreundlich

In Planung Ausbau der Veloroute 14

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Im Abschnitt Spanische Furt, Graf-Johann-Weg und Heidlohstraße plant der Hamburger Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) den Ausbau der Veloroute 14. Derzeit werden mehrere Bauoptionen geprüft.

Von den Maßnahmen, die voraussichtlich im Frühjahr 2021 beginnen, profitieren vor allem die Radfahrer, deren Bedürfnisse damit in den Fokus gerückt werden. Aber auch für Fußgänger und Pkw soll die Verkehrsqualität verbessert werden. Für die zukunftsorientierte Planung unter Berücksichtigung städtebaulicher Gegebenheiten sind allerdings einige Maßnahmen erforderlich – nicht überall ist es einfach, optimale Lösungen zu finden.

Knifflig wird es vor allem im Bereich Heidlohstraße ab der Deckelquerung Richtung Osten. „Mit einem durchgängigen Radstreifen müssten die Bäume der Allee aus Platzmangel an einer Straßenseite komplett gefällt werden“, erläutert Verena Troschke vom Geschäftsbereich Straßen des LSBG. Die aktuell favorisierte Variante sehe daher eine Kombination aus Mischverkehr und sogenannten Schutzstreifen mit einer Breite von 1,50 Meter vor. Hierbei sind 14 Baumfällungen erforderlich, aber auch 16 Neupflanzungen vorgesehen. „Eine Verschlechterung der Baumbilanz ist daher nicht zu erwarten“, so Troschke: „Zusätzlich prüfen wir in dem Bereich die Einführung einer Tempo-30-Zone oder -Strecke und haben hierzu bereits positive Rückmeldungen der Verkehrsbehörde und des Polizeikommissariats 24 erhalten.“

Mehrere Optionen wurden zudem an der Kreuzung Heidlohstraße, Graf-Johann-Weg und Wählingsweg untersucht. Der von den Fraktionen von CDU und Grünen im Regionalausschuss angeregte Kreisverkehr sei als sogenannter Mini-Kreis mit einer überfahrbaren Mitte grundsätzlich baulich machbar, meint die LSBG-Beauftragte, ein Linksabbiegestreifen (auch für Radfahrer) an der Heidlohstraße werde aber derzeit priorisiert. „Vor allem für die hier fahrenden Busse wäre ein Kreisverkehr bei den beengten räumlichen Voraussetzungen ungünstig.“ Aufgrund der Schleppkurven müssten sie die Kreismitte überfahren, was ein Ruckeln im Bus und Lärm für die Anwohner verursachen würde.

Für die Führung des Radverkehrs im Bereich Spanische Furt und Graf-Johann-Weg wird die Verkehrssituation als Mischverkehr bestehen bleiben, der gesamte Bereich soll eine Tempo-30-Zone werden. Querungshilfen und Fahrbahneinengungen werden in der Folge zurückgebaut, der Fußgängerüberweg auf Höhe der Kita am Graf-Johann-Weg bleibt aber bestehen. kh

Wird an der Kreuzung Heidlohstraße bald eine Linksabbieger-Spur oder doch ein Kreisverkehr gebaut? Foto: kh

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