An vielen Stellen im Niendorfer Gehege sind derzeit selbst gebaute Hütten aus Ästen zu finden und zeugen von langen Familienausflügen Foto: kh

Dem Wald schaden
die Besucher nicht

Niendorfer Gehege ist derzeit beliebter denn je

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Aus Mangel an alternativen Freizeitaktivitäten zieht es seit Beginn der Corona-Einschränkungen deutlich mehr Besucher als üblich ins Niendorfer Gehege. Negative Auswirkungen des aktuell hohen Aufkommens sind aber nicht zu befürchten.

Spaziergänge, Fahrradtouren und Ausflüge im Gehege standen in den vergangenen Monaten hoch im Kurs. Vor allem auf den Hauptwegen war und ist eine Menge los, aber auch etwas abseits der Wege konnten die Menschen die Natur genießen, an vielen Stellen haben Kinder und Familien eifrig viele Hütten und Tipi-Zelte aus Holzstämmen und Ästen gebaut. „Das Niendorfer Gehege wurde und wird intensiv genutzt“, bestätigt Revierförster Sven Wurster: „Ich freue mich, wenn Familien mit ihren Kindern in den Wald gehen und die Kids sich kreativ mit dem Wald auseinandersetzen.“

Die Befürchtung, dass das verstärkte Besucheraufkommen dem Wald schaden könne, teilt Wurster bislang nicht. „Ich kann beruhigen, langfristige negative Konsequenzen für die Bäume gibt es dadurch nicht und für den Naturraum insgesamt ist es temporär zu verkraften. Bestimmte empfindliche Vogelbrutbereiche wurden abgesperrt.“ Natürlich haben einige Tiere, zum Beispiel die Rehe, in letzter Zeit weniger Ruhe gehabt, hier gelte es allerdings Prioritäten zu setzen. „Die Menschen brauchten aufgrund der drastischen Einschränkungen einen Ausgleich“, betont Wurster. Und ein Naturerlebnis kann mit Sicherheit als positiver Aspekt aus der momentanen Corona-Situation mitgenommen werden. kh

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