Eimsbüttel hat die geringste Arbeitslosenquote in Hamburg Grafik: wb, Quelle: Agentur für Arbeit Hamburg

Vergleichsweise
niedrige Quote

Corona-Effekt: So hoch ist die Arbeitslosigkeit

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Die Corona-Auswirkungen mit wochenlang geschlossenen Geschäften und Restaurants sowie einer schlechten, teils sogar mangelnden Auftragslage bei vielen Unternehmen offenbaren sich auch in der Hamburger Arbeitslosenquote. Im Bezirk Eimsbüttel ist diese jedoch vergleichsweise gering.

Im April waren im Bezirk, zu dem auch die Stadtteile Niendorf, Lokstedt und Schnelsen gehören, 7789 Menschen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einem Prozentsatz von 5,3 Prozent. Dieser liegt deutlich unter der Arbeitslosenquote von 7,3 Prozent im gesamten Hamburger Stadtgebiet. Alle anderen sechs Bezirke weisen höhere Werte auf.

Im Vergleich zum Vormonat März ist im Bezirk Eimsbüttel dennoch ein signifikanter Anstieg der Arbeitslosenzahlen von plus 1020 und damit 15,1 Prozent zu verzeichnen. Noch deutlicher wird die Steigerung bei einem Blick auf den Vorjahresmonat April 2019: Zu diesem Zeitpunkt gab es „nur“ 6509 arbeitslose Menschen (Steigerung von 19,7 Prozent). „Wir rechnen mit einem weiteren Anstieg für ganz Hamburg“, so Knut Böhrnsen, Pressesprecher der Agentur für Arbeit Hamburg: „Natürlich wird sich das auch auf den Bezirk Eimsbüttel und seine Stadtteile auswirken.“

Seit Beginn der Corona-Pandemie Mitte März zeigte in Hamburg darüber hinaus gut ein Drittel der Hamburger Betriebe für insgesamt 272.900 Beschäftigte Kurzarbeit an. „Da sich die Kurzarbeit nach dem Firmen- und nicht dem Wohnsitz richtet, liegen hier jedoch keine stadtteilbezogenen Daten vor“, erläutert Böhrnsen. kh

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