Im Wassermannpark wird aktuell eine Schädlingsbekämpfung durchgeführt. Enten nicht gefährdet

„Enten können
Hinweise nicht lesen“

Rattengift am Teich im Wassermannpark

Archiv| Views: 314

Am Ententeich im Schnelsener Wassermannpark verkünden
derzeit leuchtend rot aufgehängte Zettel, dass hier aktuell Ratten
mit Gift bekämpft werden. Können die nicht auch den
Enten schaden, fragte ein Leser beim Wochenblatt nach?

„Auf den Warnhinweisen steht, dass Kleinkinder und Haustiere von dem Köder fernzuhalten sind“, erzählt ein Leser und meint: „Wenn der Rattenköder für Tiere giftig ist, dann ja wohl auch für die Enten. Aber die können die Warnung schließlich nicht lesen.“ Eine Gefahr für Enten bestehe kaum, versichert Sinje Lehmann, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Hamburger Instituts für Hygiene und Umwelt der Gesundheitsbehörde: „Die Giftköder werden im Unterholz beziehungsweise in den Büschen in verschlossenen Boxen ausgelegt, deren Zugänge groß genug für Ratten sind. Enten sollten die Köder jedoch weder erreichen können noch sich dafür interessieren.“ Lediglich bei unsachgemäßer Handhabung, zum Beispiel Schütteln oder Aufbrechen, könne Gift austreten. Der Wirkstoff im Rattenköder sei aber auf das Gewicht und den Stoffwechsel einer Ratte abgestimmt.

Nach einiger Zeit überprüft die Schädlingsbekämpfung der Behörde dann, ob noch frische Spuren in Form von Kot, Bauten und Laufwegen vorhanden sind. Bei Bedarf werden erneut Giftköder platziert. Auf die Frage, ob der Rattenbefall am Teich mit einer unerlaubten Fütterung der Enten und in der Folge liegengebliebener Essensreste in Zusammenhang steht, antwortet die Sprecherin des Hygieneinstituts: „Ratten kommen in der Stadt grundsätzlich überall vor, wo sie einen Unterschlupf und vor allem ein ausreichendes Nahrungsangebot vorfinden.“ Entsprechend empfiehlt sie bei einem Befall neben aktiven Bekämpfungsmaßnahmen auch das Nahrungsangebot zu begrenzen und in diesem Fall die Enten- und Vogelfütterung unbedingt zu vermeiden. kh

Rattenmeldepflicht
Damit die Rattenbekämpfung flächendeckend und über die einzelne Grundstücksgrenze hinaus durchgeführt werden kann, gibt es in Hamburg eine Rattenverordnung. Diese verpflichtet die Bürger dazu, Ratten oder Zeichen eines Rattenbefalls unverzüglich zu melden. Auf privatem Grund muss der Eigentümer zudem unverzüglich für eine Bekämpfung sorgen. Das Institut für Hygiene und Umwelt der Gesundheitsbehörde nimmt Rattenmeldungen unter der Telefonnummer 428 457 972 entgegen.

 

Comments are closed.