Sammelt und archiviert Fotos und Fundstücke aus Schnelsen: Wolfgang Burmester Foto: cc

Gedächtnis eines
ganzen Stadtteils

Das Schnelsen-Archiv feiert 40. Geburtstag

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In diesem Jahr feiert eine ganz besondere Institution in Schnelsen
runden Geburtstag: Das Schnelsen-Archiv wird 40 Jahre alt. Gegründet,
betreut und ergänzt wird es seit 1980 liebevoll von Wolfgang Burmester.
Er sorgt auch dafür, dass die Quellen und Fundstücke sowie das
damit verbundene Wissen der Öffentlichkeit zugänglich  gemacht werden.

Es begann mit ein paar Familienfotos, die Wolfgang Burmester, gebürtiger Schnelsener, 1975 von einer verstorbenen Tante erbte. Da einige Personen und Gegenstände auf den Bildern nicht mehr zugeordnet werden konnten, begab sich der damals 25-Jährige auf die Suche nach Informationen. Bei der Ahnenforschung im Familienkreis sollte es nicht bleiben – Burmester entdeckte zu viele interessante Details aus Schnelsen und Umgebung.  „Als ich die Kollau-Chroniken 1922–1938“ las, entdeckte ich auch mehrere kleine Fehler, denen ich auf den Grund gehen wollte“, sagt der gelernte Maschinenbauer und schmunzelt.

Seit 1980 betreibt er also im größeren Stil Heimatforschung. Zunächst sammelte er vor allem alte Fotos und Postkarten, dann kamen Gegenstände und weitere Quellen hinzu, und so entwickelte er sich so nach und nach zum Schnelsen-Experten. Und das Schnelsen-Archiv entstand.

Wer heute eine Frage zu einem Gebäude oder einem vergangenen Ereignis in Schnelsen hat, fragt Burmester. Damit auch die Bevölkerung von der Arbeit und den Erkenntnissen Burmesters profitieren kann, entstand 1983 das Buch „Unser Schnelsen“.

„Er sitzt bestimmt jeden Tag vier bis fünf Stunden in seinem Arbeitszimmer und recherchiert und archiviert“, lacht seine Frau Astrid. „Das ist schon viel Zeit“, und das sagt sie nicht ohne einen gewissen Stolz in ihrer Stimme. Egal ob Sassenhof, Frohmestraße oder das Wappen von Schnelsen – Wolfgang Burmester kennt sich aus. Er hilft gern mit seinem Wissen und freut sich vor allem über eins: „Wenn ich den Leuten helfen kann. Und wenn sie sich hinterher bedanken“,  sagt der Archivar aus Schnelsen zwinkernd.

Seit Ende 2018 ist Wolfgang Burmester nicht mehr allein mit dem Schnelsen-Archiv: Mit zunächst neun Gründungsmitgliedern wurde der Schnelsen-Archiv-Verein gegründet. Und sobald das Projekt Generationenwohnen am Burgwedelstieg im Sommer bezugsfertig ist, wird auch das Schnelsen-Archiv dorthin umziehen. cc

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