Kein Stillstand
trotz Corona

Das Engagement in der Alten Schule geht weiter

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Erst im Januar gründete die Flüchtlings-Initiative Wir für
Niendorf erfolgreich einen Verein, der bereits rund 60
Mitglieder hat. Dann kam die Corona-Krise mit der
Kontaktsperre. Im Begegnungszentrum Alte Schule
(Tibarg 34) bietet der Verein zahlreiche Projekte und
Kurse zum Kennenlernen an.

Nun ist der Treffpunkt aufgrund der Pandemie vorübergehend geschlossen. Doch das Engagement steht nicht still: „Ehrenamtliche und Gäste kümmern sich umeinander. Geflüchtete, die zuvor Unterstützung von den vorwiegend älteren Ehrenamtlichen bekommen haben, unterstützen diese jetzt bei Einkäufen und anderen Besorgungen“, freut sich Katja Buurmann.

Die 43-jährige Niendorferin hat die Koordination der mehr als 150 Ehrenamtlichen in der Alten Schule von Christa Prüßner übernommen, die in Rente gegangen ist. Patenschaften und Freundschaften werden nun per Telefon und Mail gepflegt, und von Buurmann und weiteren Koordinatoren gibt es Videobotschaften, damit sich niemand aus den Augen verliert. Die Ehrenamtlichen der Schneiderwerkstatt fertigen nun in Heimarbeit Masken für die Hamburger Tafel und für das Jugendamt.

Gemeinsam mit der Hamburger Kinder- und Jugendhilfe (HaKiJu) wurden zu Ostern außerdem Taschen für geflüchtete Familien genäht und gepackt. Die verschiedensten digitalen Medien werden für Deutschunterricht, Prüfungsvorbereitungen und Hausaufgabenhilfe genutzt. Und die Kochgruppe der Alten Schule hält sich gegenseitig mit kleinen selbst aufgenommenen Kochvideos bei Laune.

Gaby Arthur vom HaKiJu bietet in Kooperation mit Wir für Niendorf per Telefon und dem Messengerdienst Signal unter der Nummer 0162/1334072 Beratung und Hilfe in Fragen rund um Schule, Kita, Sozialamt, BAMF, Aufenthaltsgenehmigung und Jobcenter an. Auch Übersetzungen werden zusammen mit den Elternlotsen angeboten. haben. mf

Ein Blumengruß aus Papier zum Durchhalten von Wir für Niendorf

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