Ohne finanzielle Hilfe steht das beliebte Schullandheim des Gymnasium Ohmoor-Trägervereins vor dem Aus Fotos: privat

„Über Jahre Erreichtes
kann zerstört werden“

Corona-Krise bedroht Existenz kleiner Vereine

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Der Trägerverein vom Gymnasium Ohmoor, der
das Schullandheim am Scharlbarg unterhält, bangt bedingt
durch die Corona-Krise um seine Existenz – und ist nur
ein Beispiel dafür, wie es aktuell kleinen gemeinnützigen
Vereinen geht und wie sehr sie auf Hilfe angewiesen sind.

Für naturnahe und erlebnispädagogische Klassenfahrten, Workshops, Seminare und Tagesausflüge ist das idyllisch gelegene Schullandheim inmitten der Fischbeker Heide seit vielen Jahren beliebt. Dementsprechend gibt es neben der Nutzung durch Ohmoor-Schüler auch eine Menge Buchungen aus der ganzen Republik, die aufgrund der Corona-Einschränkungen nun storniert wurden. Die für die kommenden Monate geplanten Einnahmen brechen damit vollständig weg und führen zu dramatischen finanziellen Einbußen, schließlich müssen alle laufenden Kosten weiter gedeckt werden. „Für Vereine wie uns, die nur knapp kostendeckend arbeiten und keinerlei finanzielle Rücklagen haben, ist das eine Katastrophe“, sagt  Detlef Erdmann, 2. Vereinsvorsitzender und ehemaliger Schulleiter am Gymnasium Ohmoor: „Ohne eine schnelle finanzielle Unterstützung zur Überbrückung der Krise müsste unser Heim und damit eine naturnahe Begegnungsstätte schließen.“

In Norddeutschland sind es etwa 50 gemeinnützige Schullandheime, denen das Aus droht. Gerade die kleinen naturnahen Häuser, die pä-dagogisch besonders wertvoll sind, würden als erstes und wahrscheinlich für immer aufgeben müssen, teilt die Arbeitsgemeinschaft Hamburger Schullandheime mit. In der Konsequenz bedeute dies, dass es künftig für viele Kinder keine Klassenreisen im norddeutschen Raum mehr geben könnte. „Unser Beispiel zeigt deutlich, dass vieles über Jahre Erreichte durch die Pandemie zerstört werden kann“, so der 1. Vereinsvorsitzende Karsten Frehe.

Natürlich habe die persönliche Not Vorrang vor der materiellen eines Vereins, betont Erdmann. Dennoch hoffe er sehr auf einen Zuschuss der Hamburger Corona Soforthilfe (HCS). Neben Solo-Selbstständigen und Betrieben mit bis zu 250 Beschäftigten sind auch gemeinnützige Organisationen bezugsberechtigt. Infos zum Förderprogramm unter www.ifbhh.de/foerderprogramm/hcs kh

Das Schullandheim am Scharlbarg freut sich über jede kleine Spende.
Konto: IBAN DE07 2005 0550 1205 1208 25.
Unter allen Spendern, die 15 Euro oder mehr gespendet haben, wird ein
Wochenende im Schullandheim am Scharlbarg im Wert von 600 Euro verlost.

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