Zufall sieht anders aus: Offensichtlich wurden die Glasscherben vorsätzlich in den Pfützen verteilt Foto: privat

„Das sieht nicht
nach Zufall aus“

Niendorf Ost: Verletzungsgefahr durch Scherben

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Viele zerbrochene Glasflaschen in Pfützen machen
den Spaziergang im Grünen in Niendorf Ost häufig zum
Spießrutenlauf. Vor allem für Kinder und Hunde bergen
die „versteckten“ Scherben eine Verletzungsgefahr.

Wenn Suntke Hagenah mit seinem Hund in dem Wäldchen zwischen Grotkoppelweg und Vierenkamp Gassi geht, achtet er mittlerweile genau auf den Weg. „In regelmäßigen zeitlichen Abständen liegen in den Pfützen Glasflaschenreste mit sehr scharfen Kanten“, erzählt der Niendorfer: „Da die Scherben ausschließlich und in großer Anzahl nur dort im Schlamm stecken, sieht das sehr nach einem mutwilligen Verhalten und nicht nach Zufall aus.“ Bislang haben weder er noch sein Hund sich verletzt. Das Risiko sei aber vorhanden – auch für andere Spaziergänger, insbesondere kleine Kinder, da die Scherben auf den ersten Blick nicht immer zu erkennen sind.

„Grundsätzlich liegt hier die Ordnungswidrigkeit einer illegalen Müllentsorgung vor“, so ein Sprecher der Hamburger Polizei auf Nachfrage. Eine strafrechtliche Verfolgung sei jedoch schwierig bis unmöglich.

Wer Scherben, Müll oder andere Verunreinigungen im öffentlichen Raum liegen sieht, kann diese über die Hotline 25 76 11 11 oder die Sauber-App der Stadtreinigung Hamburg melden. Das eigentliche Problem sei damit aber nicht beseitigt, so Suntke Hagenah. Da er vermutet, dass der Täter kein Hundeliebhaber ist, appelliert er an die Vernunft des oder der Unbekannten, sich bewusst zu machen, dass auch Kinder zu Schaden kommen können. kh

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