Basketball ist mehr als nur ein Sport für Nyaradzai Ngwerume, die lieber 25 genannt wird Fotos: mf

Brückenbauen beim Basketball

Nyaradzai Ngwerume trainiert junge Talente beim NTSV

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„Basketball hat mir viel Trouble erspart“, erklärt Nyaradzai Ngwerume, die nur 25 genannt werden möchte. Die gebürtige Simbabwerin gibt ihre Leidenschaft für den Ballsport beim NTSV an den Nachwuchs weiter.

„Beim Basketball ist jede Minute Action, es kann nicht langweilig sein. Und es ist ein sehr komplexer Sport, man muss dribbeln, gleichzeitig die Mitspieler sehen und Entscheidungen treffen“, schwärmt 25. Sie selbst hat mit 13 Jahren in Simbabwe mit dem Spielen begonnen und es bis in die Nationalmannschaft geschafft. „Ich hatte Spiele am Wochenende, während andere zum Trinken ausgegangen sind. Mit 14 Jahren habe ich beschlossen, keinen Alkohol zu trinken“, erklärt sie.

Begeisterte Basketballer: Dennis, Edwin, Noé und Milan (alle 13, v.l.n.r.)

Mehr Chancen für Mädchen
Für die Mädchen in Afrika wünscht sich die Niendorferin, dass sie früher mit Basketball beginnen können: „Jungs haben in Afrika mehr Möglichkeiten, etwas auszuprobieren.“ Das möchte ich  ändern. Junge Basketballer und besonders die Mädchen unter ihnen unterstützt sie mit dem Projekt Building Bridges, indem sie Sportschuhe oder Bälle nach Simbabwe schickt und Turniere organisiert. Beim NTSV trainiert sie mit viel Leidenschaft diverse Basketball-Teams, darunter auch ihre Wildcats: „Das sind Multi-Kulti-Teams. Wir sind eine Familie und lernen viel voneinander. Eine Familie zu sein bedeutet harte Arbeit!“ Ihr ist es wichtig, dass die Teenager nicht nur vor der Playstation sitzen, sondern individuell und als Team Fortschritte machen. „Alleine bin ich gut, zusammen sind wir großartig!“ ist das Motto von 25, die ihre Spieler vor der Schule gern mal zum Krafttraining schickt: „Dann sind sie frisch“, lacht sie.

Ihren Schützlingen macht diese Arbeit viel Spaß: „Jeder hat seine Stärken und kann etwas einbringen“, resümiert Edwin und Milan findet: „Sonst ist der Alltag sehr stressig, aber beim Spiel bin ich voll konzentriert.“

Vom 1. bis 3. Mai sollten die Wildcats und viele weitere Teams aus Deutschland sowie aus Indien und Namibia eigentlich beim Building Bridges Turnier in der alten und neuen Sporthalle im Sachsenweg zu sehen sein. Aufgrund der Corona-Pandemie musste das Turnier verschoben werden. Der neue Termin wird bekannt gegeben. mf

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