Fröhlich verfremdete Hamburgensien im Stil von Andy Warhol Foto: mf

Aus dem eigenen Blickwinkel

Peter Grünwald nimmt den Hamburger Hafen in den Fokus

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„Man soll gar nicht auf den ersten Blick erkennen, was auf meinen Bildern zu sehen ist. Postkartenmotive sind doch langweilig“, findet Peter Grünwald.

Der Lokstedter Fotograf nimmt gern bekannte Motive aus ungewöhnlichen Perspektiven in den Fokus oder verändert sie. Fast surrealistisch muten die Hafenkräne an, die wie auf einem Gemälde von Salvador Dalí zu zerfließen scheinen.

Und auch die Rückansichten der gestapelten Kühlcontainer, die aussehen wie ausrangierte Küchengeräte, geben Betrachtern Rätsel auf.

Für einen ungewöhnlichen Blick auf die Köhlbrandbrücke konnte er durch ein offenes Baustellentor unter das Hamburger Wahrzeichen gelangen: „Zur Fotografie gehört auch immer viel Glück!“ Zu Schiffen hatte der gebürtige Westfale schon immer eine Affinität: „Wenn ich jung wäre, würde ich das Kapitänspatent machen“, erzählt der 52-Jährige.

Umso glücklicher ist er über seinen Arbeitsplatz auf dem Museumsschiff „Rickmer Rickmers“, wo er seine Rente mit einem Nebenjob aufbessern kann. Mitten im Hamburger Hafen fahren ihm hier seine Lieblingsmotive quasi direkt vor die Kameralinse. So wie die Barkasse, die sich in der Brücke eines riesigen Kreuzfahrtschiffes spiegelt. „Das hier ist der schönste Arbeitsplatz“, findet Grünwald. „Die dicken Pötte ziehen vorbei, und die Sonne plumpst abends direkt in die Elbe.“

Dauerhaft hängen seine Bilder außerdem in Eimsbüttel im Diakonieklinikum Agaplesion (Hohe Weide 17). mf

 Weitere Infos unter
www.rickmer-rickmers.de

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